Auf einen Blick sehen, wo in Paderborn die Karussells stehen SPD beantragt Libori-App

Paderborn (WB). »Wer von der Digitalisierung spricht, der muss sich besonders mit dem Informations- und Servicegedanken für die Bürger ausein­andersetzen«, sagt die Paderborner SPD – und beantragt im nächsten Betriebsausschuss und Ausschuss Märkte und Feuerwehr die Entwicklung einer Libori-App.

Libori auf einen Blick – das soll nach Willen der SPD ein App leisten.
Libori auf einen Blick – das soll nach Willen der SPD ein App leisten. Foto: Jörn Hannemann

»Libori ist eines der größten Volksfeste in NRW und somit ein Markenzeichen Paderborns. Daher ist die Veranstaltung eine gute Schnittstelle, um die Digitalisierung im Sinne der Bürger auszubauen«, sagt SPD-Ratsherr Ulrich Koch, der den Antrag einbringt. Ein positives Beispiel für eine solche App gebe es in Paderborn bereits.

2016 sei die Entwicklung einer App für die Künstlermesse »Performance« angeschoben worden. Dort konnten sich die Besucher einen Überblick für die Auftrittszeiten und die Veranstaltungsorte der Aussteller verschaffen. Die App stehe in App-Stores immer noch zum Download bereit.

Ulrich Koch (SPD)

»Ein solches Angebot wünschen wir uns auch für Libori. Die Besucher sollen auf einen Blick sehen, welche Schausteller wo stehen und welche Anbieter wo auf dem Pottmarkt zu finden sind«, erklärt Koch. Dazu kämen weitere Servicemöglichkeiten wie Angaben zu den Park-and-Ride-Zeiten der Shuttlebusse, Informationen über die Fahrzeiten des öffentlichen Personennahverkehrs, Erinnerungsfunktionen sowie Angaben zu den Standorten von Toilettenanlagen, der Polizei, Sanitätern oder der Boss-Wache. »So könnten auch auswärtige Gäste das Liborifest mühelos genießen«, meint Koch, der noch einen weiteren Vorteil sieht: Sei die App erst einmal programmiert, könne sie in den Folgejahren problemlos ergänzt werden. Kurzfristige Änderungen stellten dann, anders als beim gedruckten Veranstaltungskalender, kein Problem dar. »Sie sollte so angelegt sein, dass auch andere Jahrmärkte und Veranstaltungen bei Bedarf eingebaut werden können«, betont der Ratsherr.

Dabei stellt Koch klar, dass es ihm nicht darum geht, den gedruckten Veranstaltungskalender zu ersetzen. »Ich möchte neben dem Angebot in den klassischen Medien eine weitere Informationsmöglichkeit in den neuen Medien schaffen. Die Teilnahme der Stadt am Wettbewerb Digitale Stadt und die Ernennung zur Digitalen Modellkommune in NRW haben gezeigt, dass Paderborn sehr große Potenziale hat. Eine App in dieser Form wäre ein wichtiger Baustein in diesem Prozess«, sagt Koch.

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