Kurzweilige Buchvorstellung bei Linnemann mit Überraschungen Stadtgeschichte mit Applaus bedacht

Paderborn (WB). Paderborns neue »Kleine Stadtgeschichte« ist am Mittwochabend bei einer Präsentation in der Buchhandlung Linnemann mit freundlichem Interesse aufgenommen worden. Das Publikum sparte nicht mit Beifall, als Buchhändler Antonius Linnemann von einer gut lesbaren, aber auch differenzierten Darstellung sprach.

Freuen sich, dass Paderborns neue kleine Stadtgeschichte von Reinhard Brockmann (2. von rechts) so gut ankommt: WV-Redaktionsleiter Ingo Schmitz, Gastgeber Katharina und Antonius Linnemann, Aschendorff-Verlagsleiter Dirk Passmann und WV-Fotograf Jörn Hannemann (von rechts).
Freuen sich, dass Paderborns neue kleine Stadtgeschichte von Reinhard Brockmann (2. von rechts) so gut ankommt: WV-Redaktionsleiter Ingo Schmitz, Gastgeber Katharina und Antonius Linnemann, Aschendorff-Verlagsleiter Dirk Passmann und WV-Fotograf Jörn Hannemann (von rechts).

Autor Reinhard Brockmann traue sich als Historiker und politischer Journalist manche Wertungen zu, die scheinbar Bekanntes in einem neuen Licht erscheinen lassen. Zielgenau klopfte Moderator Ingo Schmitz, Redaktionsleiter des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES, im Gespräch mit dem Autoren die Hauptthesen der »Kleinen Stadtgeschichte« ab: »Wellness in der Wildnis«? Weil lange vor den Waschfrauen schon die ersten Siedler die Warme Pader zu schätzen wussten. »Weltpolitik an der Pader«? Weil die Stadtgründung mit einem weltpolitischen Paukenschlag begann.

»In Westfalen ist das Interesse an der eigenen Geschichte erstaunlich groß«

Und wieso hatten es »Paderborns Fürstbischöfe auch nicht immer leicht«? Weil hartnäckige Bürger ihren Landesherren über Jahrhunderte immer mehr Mitsprache abtrotzten. Als Luthers Lehre allerdings auch noch katholische Grundfeste in Paderborn erschütterte, drehte Dietrich IV. von Fürstenberg den Spieß rigoros um.

Außerdem überraschte ein selten zu hörendes Detail: Vier Verschwörer aus dem inneren Zirkel der Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944 waren im weiteren Sinne Paderborner.

Aschendorff-Verlagsleiter Dirk Passmann zeigte sich zuversichtlich, dass auch das zweite Paderborn-Buch aus seinem Hause gut ankommt: »In Westfalen ist das Interesse an der eigenen Geschichte erstaunlich groß.« Ein besonderes Lob hielt Passmann für den von Jörn Hannemann fotografierten Buchtitel bereit. Das vor einem historischen Bürgerhaus in Szene gesetzte Drei-Hasen-Motiv stehe unverkennbar für Paderborn und seine große Geschichte.

Wer mit dem Autor ins Gespräch kommen will: eine Signierstunde findet am Samstag, 2. Dezember, von 11 bis 13 Uhr in der Geschäftsstelle des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES in der Rosenstraße statt.

  • Reinhard Brockmann, Paderborn – Eine kleine Stadtgeschichte, Aschendorff-Verlag, 19,90 Euro

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