Zusätzliche Kosten für das Baugebiet Springbach Höfe Archäologen müssen buddeln

Paderborn (WB/itz). Das ist ein großer Schluck aus der Pulle: 830.000 Euro muss die Stadt Paderborn außerplanmäßig aufbringen, um die archäologischen Grabungen im Baugebiet »Springbach Höfe« in Auftrag geben zu können. Der Rat der Stadt hat dem Vorhaben – überwiegend zähneknirschend – zugestimmt.

Bevor die Arbeiten im Baugebiet Springbach Höfe in Paderborn weiter gehen können, müssen die Archäologen das Gebiet untersuchen.
Bevor die Arbeiten im Baugebiet Springbach Höfe in Paderborn weiter gehen können, müssen die Archäologen das Gebiet untersuchen. Foto: dpa

Nicht nur die Kosten belasten den Etat und später auch die potentiellen Grundstückskäufer. Hinzu kommen die zeitlichen Verzögerungen. Nach Angaben von Pressesprecher Jens Reinhardt werden die Grabungen etwa ein halbes Jahr dauern. Die Vermarktung der Grundstücke erfolgt im Sommer 2018.

»Wir haben keine Wahl«, verdeutlichte Stadtkämmerer Bernhard Hartmann den Mitgliedern des Rates den Hintergrund der Maßnahme. Bei Erschließungsarbeiten im zweiten Bauabschnitt waren unlängst Funde gemacht worden, die nach Aussage der Verwaltung nun weitere Ausgrabungen erforderlich machen.

Drei Grabungsfirmen sollen nun für die möglichst zügige Abarbeitung des Gebiets die Aufträge erhalten. Zunächst sollen die öffentlichen Verkehrsflächen untersucht werden, um die schon begonnene Erschließung mit Kanälen und Baustraßen weiterführen zu können.

Die Kosten für die Grabungen werden aus dem laufenden Haushalt bestritten und werden hinterher auf die Käufer umgeschlagen

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.