Sattelzug rangiert auf Gleisen – Zug rechtzeitig gestoppt Schranke senkt sich auf Lkw

Paderborn (WB). Ein Lastwagen vermutlich mit polnischem Kennzeichen ist am Dienstagnachmittag trotz Rotlichts auf den Bahnübergang am Papenberg in Neuenbeken gefahren, als sich plötzlich die Schranke zwischen Führerhaus und Anhänger senkte.

Dieses Foto aus dem Sommer zeigt den Bahnübergang in Paderborn-Neuenbeken, auf den der Lastwagen fuhr, als sich die Schranke senkte.
Dieses Foto aus dem Sommer zeigt den Bahnübergang in Paderborn-Neuenbeken, auf den der Lastwagen fuhr, als sich die Schranke senkte. Foto: Besim Mazhiqi

Nach Angaben von Zeugen gegenüber der Polizei sei der Fahrer ausgestiegen und habe mit Hilfe eines Autofahrers, der auf der gegenüberliegenden Seite wegen des Rotlichts sein Fahrzeug angehalten hatte, die Schranke hochgedrückt. Während der Helfer die Schranke schließlich weiter hochhielt, fuhr der Lastwagenfahrer sein Fahrzeug rückwärts von den Gleisen in die Straße Papenberg, drehte dort und flüchtete anschließend in Richtung Paderborn. Anschließend hatte sich die Schranke wieder gesenkt.

Hochgedrückte Schranke löst Notstopp eines Zuges aus

Wegen der hochgedrückten Schranke, die ein automatisches Alarmsignal ausgelöst hatte, hatte der Fahrdienstleister sofort einen herannahenden Zug gestoppt. Ein Techniker der Bahn eilte zum Bahnübergang und kontrollierte diesen. Nach Angaben eines Bahnsprechers sei die Schrankenanlage nicht beschädigt worden: »Die Anlage funktioniert ohne Beeinträchtigung.« Nach Rücksprache mit dem Fahrdienstleister konnte der gestoppte Zug 55 Minuten nach dem Notstopp seine Fahrt fortsetzen. In dieser Zeit hatten die Fahrgäste in dem Zug verharren müssen.

Polizei sucht nach Lastwagenfahrer

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die etwas zu dem polnischen Sattelzug mit weißem Auflieger sagen können. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Zeugen, die Angaben zum Fahrer oder dem Lkw machen können,sollten sich unter Telefon 05251/3060 bei der Polizei melden. Bei einer solchen Aktion, die nicht nur lebensgefährlich ist, müssen sich die Verursacher, wenn sie denn gefasst werden, auf saftige Strafen gefasst machen. Denn dabei handelt es sich nicht mehr um eine Ordnungswidrigkeit, sondern laut Strafgesetzbuch um eine Straftat, die auch eine Haftstrafe nach sich ziehen könnte.

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Geographie

Ob das schwierig werden koennte, Zeugen fuer einen Vorgang zu finden, der per Bild eher in Richtung Benhausen "Kleinasien" zu verorten im Text aber bei Neuenbeken liegt.

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