Polizei im Kreis Paderborn warnt die Autofahrer: bremsen, aber nicht ausweichen Serien von Wildunfällen

Paderborn (WB). Gleich 15 Wildunfälle sind der Polizei am Wochenende im Kreis Paderborn gemeldet worden. Eine Autoinsassin wurde bei einem Zusammenstoß verletzt, die meisten Tiere verendeten.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: ADAC

Am Freitagmittag begann die Unfallserie. Außer Hövelhof und Bad Lippspringe waren alle Kommunen im Kreis Paderborn betroffen, berichtet Polizeisprecher Michael Biermann am Montag. Am häufigsten waren Rehe an den Unfällen beteiligt, gefolgt von Wildschweinen. Unfälle mit den Borstentieren ziehen häufig hohe Schäden nach sich.

Am Sonntagabend wurde eine Frau (53) leicht verletzt. Sie saß auf dem Beifahrersitz eines Hyundai, als zwischen Altenbeken und Neuenbeken ein Wildschwein v auf die Straße lief. Der Fahrer (48) konnte nicht mehr bremsen. Das Tier wurde mit der rechten vorderen Ecke erfasst und schleuderte gegen die Beifahrerseite, die erheblich demoliert wurde. Beim Aufprall lösten die Seitenairbags des Autos aus. Die Polizei schätzt den Schaden auf 5000 Euro.

In weiteren Fällen waren ein Dachs und ein Waschbär sowie ein Greifvogel an den Verkehrsunfällen beteiligt. Weitere Personenschäden blieben aus.

Der November ist seit vielen Jahren auch im Kreis Paderborn der mit den meisten Wildunfällen belastete Monat. Eine weitere Spitze liegt immer im Frühjahr. Die Polizei mahnt daher alle Autofahrer zur Vorsicht: »Achten Sie auf die Gefahrenzeichen Wildwechsel, die besonders belastete Strecken kennzeichnen.« Aber auch auf anderen Straßen könne es derzeit zu plötzlichen Begegnungen mit Wildtieren kommen. Die Polizei rät: Bremsbereit sein – Bremsen, falls es zum Wildwechsel kommt – aber nicht ausweichen! Der Aufprall auf ein Hindernis oder einen Baum am Straßenrand hat meistens schlimmere Folgen. Die Polizei nimmt den Unfall auf und verständigt den zuständigen Jagdausübungsberechtigten.

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