Paderborner haben Bedenken wegen der Gebäudehöhen und des zusätzlichen Verkehrs Bürger kritisieren Alanbrooke-Pläne

Paderborn (WB). Zu hohe Gebäude, zu viele und zu schnelle Fahrzeuge sowie Baukosten, die kein privater Bauherr bezahlen kann: Die Kritik an den Plänen zur künftigen Nutzung der Alanbrooke-Kaserne hat sich am Mittwochabend auf diese drei Punkte konzen-triert. Mehr als 148 Interessenten sind gekommen, um sich aus erster Hand zu informieren.

Von Ingo Schmitz
So könnte es später einmal aussehen: Blick entlang der Erzbergerstraße von der Einmündung Julius-Leber-Straße Richtung Süden. Die Straße soll ausgebaut werden und eine Breite von 15 Metern bekommen. Visualisierung: ARQ Architekten Rintz und Quack GmbH, Berlin
So könnte es später einmal aussehen: Blick entlang der Erzbergerstraße von der Einmündung Julius-Leber-Straße Richtung Süden. Die Straße soll ausgebaut werden und eine Breite von 15 Metern bekommen. Visualisierung: ARQ Architekten Rintz und Quack GmbH, Berlin

Noch bis 22. September haben die Bürger die Möglichkeit, bei der Stadt Anregungen zur Gestaltung des Areals abzugeben oder auch um Bedenken zu äußern. Darauf machte die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke die Zuhörer der Informationsveranstaltung aufmerksam.

In welche Richtung die Kritik der Bürger geht, ist am Mittwochabend mehr als deutlich geworden: Die Anwohner lehnen es ab, dass die Neubauten auf dem Alanbrooke-Gelände an der Erzbergerstraße bis zu fünf Geschosse bekommen sollen. Die Forderung der Zuhörer: Alle Häuser – bis auf die denkmalgeschützten Kasernengebäude, die in ihrer Höhe unverändert bestehen bleiben müssen – sollen um ein Geschoss abspecken.

Mit dem Vorschlag hatte allerdings Thomas Jürgenschellert vom Stadtplanungsamt seine Probleme: »Auf diese Weise können wir nicht die gewünschte Zahl von 800 Wohneinheiten erreichen.« Auch die Beigeordnete Claudia Warnecke machte deutlich, dass der Wohnraum in der wachsenden Stadt Paderborn dringend benötigt werde.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 15. September, im WESTFALEN-BLATT, Ausgaben im Kreis Paderborn.

Kommentare

Konzept wird nicht aufgehen!

Das Wohl der Investoren geht hier vor Anwohnerwohl. Es ist klar, dass hier keine Familienhäuser entstehen werden, aber stattdessen "Mietskaserenen" zu schaffen ist der falsche Weg.
Damit sind die meisten privaten Investoren vermutlich bewusst raus gedrängt. Hier geht es darum möglichst viel Geld für das Bauland zu erzielen und das geht nun mal am besten mit hohen Wohntürmen und Investoren, die auf maximalen Profit aus sind.

Großstadt oder lieber doch nicht ?

Zu hoch, zu teuer, zu schnell. Ich kann es nicht mehr hören. Wenn Paderborner Bürger zu Entwicklungsvorhaben der Stadt befragt werden kommt es zu oft zu derartigen Bekundungen.
Es ist an der Zeit, dem Kleinstadtflair und den Kleinbürgen Paderborns massvoll die Stirn zu bieten. Mehr Urbanität, mehr Großstadt bitte. In den Köpfen und im Stadtbild !

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