200 Einsatzkräfte räumten Bombensektor – 500 Anwohner waren betroffen Aufatmen nach neun Stunden Einsatz

Paderborn (WB/bel). »Problemlose Entschärfung« ist der Aktenvermerk beim Kampfmittelräumdienst Detmold. Um 23.25 Uhr am Donnerstag konnten Volker Lenz und Horst Schöwe Entwarnung geben, nachdem sie den Heckzünder aus der britischen Fünf-Zentner-Bombe bei der Katholischen Fachhochschule an der Leostraße entfernt hatten. Vorausgegangen war eine der größten Evakuierungen in der Paderborner Innenstadt seit Jahrzehnten.

Volker Lenz (links) und Horst Schöwe mit der entschärften Bombe. Mit Handzetteln wurde zum Verlassen der Häuser im roten Bereich aufgefordert. 200 Einsatzkräfte von Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren im Einsatz.
Volker Lenz (links) und Horst Schöwe mit der entschärften Bombe. Mit Handzetteln wurde zum Verlassen der Häuser im roten Bereich aufgefordert. 200 Einsatzkräfte von Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Foto: Besim Mazhiqi

Der Zünder war durch den Boden etwas deformiert, deshalb sei die Entschärfung etwas schwieriger gewesen, sagten die beiden Kampfmittelbeseitiger. In einem weiten Umkreis rund um die Fundstelle waren die Bewohner zum Verlassen der Häuser aufgefordert worden. Die Heimeinrichtungen in direkter Nachbarschaft mit 72 Bewohnern waren geräumt und alle Nebenstraßen im Umkreis von 250 Metern an 26 Punkten gesperrt worden.

Zuvor hatten Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr alle Häuser im gefährdeten Bereich abgeklappert, um zu informieren und die etwa 500 Bewohner im »inneren Gefahrenbereich« mit Handzetteln zum Verlassen aufzufordern. 30 Paderborner fanden vorübergehend Unterschlupf im DRK-Heim an der Reumontstraße.

Mehr lesen Sie am Samstag und Sonntag, 19. und 20. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Paderborn.

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