Großevakuierung in Paderborn Fliegerbombe an KatHo entschärft

Paderborn (WB). Auf dem Gelände der Katholischen Fachhochschule (KatHo) in Paderborn ist bei Bauarbeiten eine 250-Kilogramm-Bombe gefunden worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes waren bis in die Nacht im Einsatz. Das Gebiet wurde evakuiert.

Volker Lenz (links) und Horst Schöwe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst haben die Fliegerbombe entschärft.
Volker Lenz (links) und Horst Schöwe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst haben die Fliegerbombe entschärft. Foto: Besim Mazhiqi

Kurz vor Mitternacht gab die Feuerwehr Paderborn Entwarnung. Die Bombe ist entschärft, alle können wieder in ihre Wohnungen.

Schüler, Dozenten und Mitarbeiter der KatHo hatten das Gelände am Nachmittag verlassen müssen. Weil vorlesungsfreie Zeit ist, waren am Nachmittag nur wenige Studenten auf dem Fakultätsgelände.

Ein Bagger hatte die Bombe angekratzt. Dort wird ein Hörsaal mit Platz für bis zu 200 Studenten und zwei Seminare für jeweils 80 Personen gebaut.

Altenheim muss evakuiert werden

Insgesamt 91 Bewohner und Mitarbeiter des Liborius-Altenheimes und der LWL-Tagesklinik mussten bis zum Abend vorsorglich in Sicherheit gebracht werden. 13 Rollstuhlfahrer aus dem Altenheim wurden in eine benachbarte Einrichtung gebracht. Elf Bewohner kamen mit Rettungswagen und Krankentransporten in Paderborner Krankenhäuser.

Drei bettlägrige Menschen wurden im Altenheim in geschütztere Bereiche verlegt. Eine 31-köpfige Wohngruppe aus der LWL-Tagesklinik wurde in die Hauptstelle verlegt. Die mehr als 200 Rettungskräfte begannen um kurz nach 20 Uhr mit der Evakuierung.

Handzettel verteilt

Mehrere Hundert Menschen mussten in einem Radius von 250 Meter um den Bombenfund ihre Häuser verlassen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die mit Handzetteln die Anwohner über den Bombenfund und die geplante Entschärfung informiert hatten, gingen später von Haus zu Haus, um zu sehen, ob auch alle ihre Häuser und Wohnungen verlassen hatten. 

Über Lautsprecheransagen wurden die Menschen gebeten, ihre Häuser zu verlassen. In einem weiteren Umkreis wurden die Menschen aufgefordert, nicht nach draußen zu gehen, die Fenster zu schließen und die Rollläden herunter zu lassen. Nach Angaben des Paderborner Feuerwehrchefs Ralf Schmitz hat es sich um die »größte Evakuierungsmaßnahmen in Paderborn«, die er als Feuerwehrchef bisher miterlebt hat.

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