Erzbischof Becker und Weihbischof Berenbrinker sind vor 40 Jahren zum Priester geweiht worden Paderborner Bischöfe feiern Jubiläum

Paderborn (pdp/WB). Vor 40 Jahren, am 11. Juni 1977, empfingen Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Hubert Berenbrinker im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament der Priesterweihe. Am 40. Jahrestag ihrer Priesterweihe dankten beide Jubilare Gott in einem feierlichen Pontifikalamt im Paderborner Dom für sein Weggeleit und baten ihn um seinen Segen.

Erzbischof Hans-Josef Becker (rechts) und Weihbischof Hubert Berenbrinker (links) haben am Sonntag ihr 40-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Im Hintergrund sind die Buker Husaren zu sehen.
Erzbischof Hans-Josef Becker (rechts) und Weihbischof Hubert Berenbrinker (links) haben am Sonntag ihr 40-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Im Hintergrund sind die Buker Husaren zu sehen. Foto: Ingo Schmitz

Die Gottesdienstbesucher nutzten im Anschluss die Gelegenheit, den beiden Jubilaren bei einem Empfang zu gratulieren. Das am Sonntag gefeierte Hochfest der Heiligsten Dreifaltigkeit erinnere daran, dass es für Christen wesentlich sei, die Gnade Jesu Christi, die Liebe Gottes, des Vaters, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes in den Blick zu nehmen und von ihr zu erzählen. Ebenso gehe es darum, Erfahrungen von Gnade, Liebe und Gemeinschaft aufzuspüren, in der Geschichte des Glaubens und der Kirche und auch im persönlichen Leben, führte Erzbischof Becker in seiner Predigt aus.

Worte des Dankes

Zum Abschluss sagte Erzbischof Becker: »Wer sich Gott öffnet, in dessen Leben ist etwas zu spüren von der erlösenden Zuwendung, von der bedingungslosen Liebe und von der tragfähigen Gemeinschaft, die die Nähe des dreifaltigen Gottes vermittelt. Wer sich Gott öffnet, der kann aus der Beziehung zu ihm Kraft und Phantasie schöpfen, der wird in die Gemeinschaft der Glaubenden, in die Kirche Jesu Christi gerufen.«

Am Ende des feierlichen Gottesdienstes sprach Weihbischof Hubert Berenbrinker auch im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker Worte des Dankes.

Ein Priester sei für die Menschen bestellt und er tue seinen Dienst im Auftrag Gottes. Doch stärke es jeden Priester, wenn er spüre, dass sein Dienst dankbar angenommen werde. »Das haben wir vielfach erfahren und auch dafür danken wir.«

Spalier der Schützen

Beide Jubilare schritten durch ein Spalier von Schützen des Paderborner Bürgerschützenvereins und angeführt von der Musik der Buker Husaren marschierten die Jubilare mit der Festgesellschaft zum Konrad-Martin-Haus.

Generalvikar Alfons Hardt begrüßte die rund 300 Gäste im Garten des Konrad-Martin-Hauses. Hier bildeten sich lange Menschenreihen, um »ihrem« Erzbischof und »ihrem« Weihbischof zu gratulieren.

»Wir sind stolz, Menschen wie Sie in unserer Mitte zu haben«, sagte Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. Die Nähe zu den Gläubigen und eine bodenständige Frömmigkeit kennzeichne beide Jubilare, so Bürgermeister Dreier. Paderborns Schützenoberst Thomas Spieker überbrachte die Glückwünsche des Paderborner Bürgerschützenvereins, in dem beide Jubilare Mitglieder seien und für die er ein kräftiges dreifaches Horrido anstimmte.

In seiner Laudatio sagte Dompropst Monsignore Joachim Göbel: »Ihr beide mögt und schätzt Menschen und die Gemeinschaft mit ihnen. Nach vierzig Priesterjahren dürfen wir uns heute wünschen, dass ihr weiter so aufmerksam und liebevoll nach uns seht. Und wir werden nach euch sehen! Versprochen!«, sagte Dompropst Monsignore Göbel zum Abschluss seiner Laudatio.

Erzbischof Hans-Josef Becker dankte abschließend den zahlreichen Gästen für die freundliche Anteilnahme und Begleitung. Mit einem Tischgebet lud er zur Stärkung und Begegnung ein.

Vita Erzbischof Hans-Josef Becker

Erzbischof Becker wurde am 8. Juni 1948 in Belecke / Warstein geboren. Rund 15 Jahre wirkte er als Pfarrer und Dechant in Lippstadt. 1995 wurde er Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Im Jahr 2000 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Vina und Weihbischof in Paderborn. In seiner Zeit als Weihbischof war er Bischofsvikar für die Priesterfortbildung.

Seit 2006 hat Erzbischof Hans-Josef Becker den Vorsitz der Kommission VII Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz inne.

Vita Weihbischof Hubert Berenbrinker

Weihbischof Hubert Berenbrinker wurde 1950 in Verl geboren. Seine Schulzeit schloss er 1970 mit dem Abitur im Studienheim St. Clemens Bad Driburg ab. 1977 wurde er von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Priester geweiht. Als Vikar wirkte er zunächst bis 1981 in Hagen (St. Marien) und von 1981 bis 1983 in Löhne (St. Laurentius), von 1983 bis 1989 in Bünde-Holsen (St. Michael) und ab 1988 auch in Kirchlengern (St. Marien). Von 1989 bis 2004 war er Pfarrer der St. Peter und Paul Gemeinde in Siegen, von 1994 bis 1998 stand er dem Dekanat Siegen als Dechant vor. Zudem war er von 1998 bis 2004 Regionaldekan der ehemaligen Seelsorgeregion Siegerland-Südsauerland und von 2001 bis 2004 Leiter des Pastoralverbundes Siegen-Süd.

Im Oktober 2004 ernannte Erzbischof Hans-Josef Becker ihn zum Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat. Dem Paderborner Domkapitel gehörte er von 2001 bis 2004 als nicht-residierender Domkapitular an, seit Dezember 2004 ist er residierender Domkapitular. 2005 erfolgte die Ernennung zum Päpstlichen Ehrenkaplan (Monsignore).

Am 19. April 2008 wurde er zum Titularbischof von Papatoria und Weihbischof in Paderborn ernannt, am 15. Juni 2008 empfing er die Bischofsweihe. Weihbischof Berenbrinker ist Bischofsvikar für die Begleitung der Ruhestandsgeistlichen. Er ist Mitglied der Ökumenekommission (II) sowie der Kommission für Erziehung und Schule (VII) der Deutschen Bischofskonferenz.

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