Sportfreunde Stiller beim Asta-Sommerfestivall: »New York, Rio, Rosenheim« - und Paderborn Megaparty an der Uni

Paderborn (WB). Vier Bühnen, 22 Acts, super Stimmung: Das ist das Asta-Sommerfestival in Paderborn. Als Headliner der Herzen hat Alexander Marcus, der im vergangenen Jahr kurzfristig absagen musste, die Bühne gestürmt. Joris sorgt für Kreischalarm und die Sportfreunde Stiller lassen das Publikum tanzen.

Die Sportfreunde Stiller.
Die Sportfreunde Stiller. Foto: Jörn Hannemann

22.05 Uhr: »New York, Rio, Rosenheim« - die Sportfreunde sind in Paderborn auf der Bühne angekommen. Die Menge feiert mit den Jungs aus Germering (München).Zu »Sieben Tage, sieben Nächte« wird ausgelassen getanzt. Der aktuelle Song »Das Geschenk« darf natürlich auch nicht fehlen.

Wer es indes ein bisschen rauer mag, der wird bei Kid Dad an der Uni-Radio-Bühne bestens bedient. Das Paderborner Quartett setzt dort den Schlusspunkt mit lauter, kompromissloser und ehrlicher Musik.

Kreischalarm bei Joris

21.45 Uhr: Umbaupause. Joris hat unter tosendem Beifall die Bühne verlassen. Eine gute Stunde sorgte er für Stimmung auf dem Campusgelände. Jetzt heißt es: Warten auf die Sportfreunde Stiller.

Joris stellt das Festival auf den Kopf Foto: Jörn Hannemann

Nach dem Auftritt der Sportfreunde ist übrigens noch lange nicht Schluss. Dann geht es in der Uni weiter. In drei Gebäuden heizen DJs den Partywilligen bereits seit 19 Uhr ein. Bis 3 Uhr wird dann noch aufgelegt.

20.30 Uhr Joris steht auf der Bühne. Der Musiker aus Vlotho (Kreis performt gleich zu Beginn seinen Durchbruchshit »Herz über Kopf«. Kreischalarm! Vor der Hauptbühne ist es jetzt richtig voll. Es gibt kein Durchkommen mehr.

Platz für Trommler

19.55 Uhr: Jetzt wird getrommelt, die Querschläger treten auf. Zuletzt hatte es um die Querschläger einigen Wirbel gegeben. Die Stadt Paderborn hatte der Formation die Gelbe Karte gezeigt, weil es im Vorjahr zu Libori zu Beschwerden wegen der Lautstärke kam.

Doch nicht nur Asta-Sommerfestival gibt es Samba-Klänge, sondern auch auf Libori. Entsprechende Signale für einen möglichen Auftritt der Querschläger vor dem Rathaus und ein Konzert vor der Herz-Jesu-Kirche hat es zuletzt im Betriebsausschuss und Ausschuss für Märkte und Feuerwehr des Stadtrats gegeben.

Lob für das Festival gab es derweil auch aus dem Rathaus: Bürgermeister Michael Dreier sagte, dass das Sommerfestival neben Libori eines der Top-Kulturevents in der Region sei.

Poetisch wird's auf der Radio L'Unico-Bühne mit »Punch Drunk Poets Musik« - irgendwo zwischen Pop, Folk und Rock.
Das Duo aus Münster und Köln animiert die Besucher zum Mittanzen,

Musikalischer Mix

19.45 Uhr: Auf der Bühne 2 wird gerappt. Mädness und Döll betreten die Bühne. Dort hat Goldroger aus Dortmund gerappt. Es folgen Bausa und Ufo361, Rap-Newcomer aus Berlin-Kreuzberg. Er bringt ein Stück Berliner Schnauze mit nach Paderborn.

19.30 Uhr:  Mit einem »Mix aus Muff Potter, Kettcar und Pascow« fahren die Scuncs seit 2003 Achterbahn durch sich selbst und Ostwestfalen. ​Jetzt stehen sie auf der Radio L'Unico-Bühne, und für die Besucher gibt es mächtig auf die Ohren: Scuncs spielen Punk und zünden einen musikalischen Böller.

Die Mengen tanzen und feiern vor den Bühnen nach wie vor ausgelassen und vor allem friedlich, der Absatz an Getränken steigt minütlich, und auch die Schlangen vor den mobilen Toiletten werden immer länger.

»Schlager 2.0« mit Alexander Marcus

19.04 Uhr: Schluss: Alexander Marcus geht von der Bühne. Er hat viele Festivalbesucher mit seiner Show begeistert.
Vor der Hauptbühne ist es jetzt deutlich leerer. Die Massen ziehen weiter an die anderen Bühnen.

Auf der Hauptbühne spielt jetzt die Band »Fuck Art, let’s dance«. 

18.40 Uhr: Immer noch strömen Besucher zum Festgelände. Den Auftritt von Alexander Marcus erleben mehr als 3000 Besucher vor der Hauptbühne. Er gilt als der heimliche Star des Abends. Viele Besucher wollen den Künstler sehen. Auch an den anderen Bühnen wird es immer voller. Das Festival hat in einer frühen Phase bereits richtig Fahrt aufgenommen.

Der selbst ernannte »King of Electrolore« (»Pitschi, Pitschi, Popo«) unterhält auf der Hauptbühne mit seiner Nischenmusik »Schlager 2.0« die Besucher. Zuvor hatte dort die Berliner Band Val Sinestra mit harten Rocksongs den Besuchern eingeheizt. 

17 Uhr: Die Besucher feiern friedlich.  Die  meisten haben keine Rucksäcke mitgebracht und reagierten mit Verständnis darauf, dass sie keine Taschen und Rucksäcke mit aufs Festivalgelände nehmen durften.  Wer dennoch eine Tasche dabei hatte, konnte diese an einem eigens dafür aufgebauten Stand abgeben. 

Manche kommen sogar verkleidet: Superman und Spiderman feiern also mit. Ein besonderer Trend scheinen auch Gold-Tattoos zu sein. An den Street-Food-Wagen füllt es sich zunehmend. Erfrischungen sind gefragt.

22 Bands und Künstler auf vier Bühnen

15.30 Uhr: Einlass zum Sommerfestival mit vier Bühnen und 22 Acts: Den Besuchern des Festivals wird wieder einiges geboten. Dabei ist für fast jede Musikrichtungen etwas dabei: Ufo361 sind am späteren Abend der Top-Act auf der umfunktionierten Hip-Hop-Bühne. Schon früh hatte sich bei sommerlichem Wetter das Unigelände gefüllt.

Die Uni und der Asta Paderborn freuen sich, zusammen mit der Vibra Agency auch in diesem Jahr wieder das größte studentisch organisierte Uni-Festival Deutschlands, das mit 14.000 Besuchern ausverkauft ist, zu präsentieren. Zum Festival in Bielefeld kämen zwar mit 19.000 Besuchern mehr Gäste, es sei aber nicht studentisch organisiert.

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