Stadt Paderborn will Leitlinien für Gestaltung der Außengastronomie verabschieden Loungemöbel nicht erwünscht

Paderborn (WB/mai). Die Außengastronomie soll sich künftig harmonischer in das aufgemöbelte Stadtbild einfügen. Nachdem die Stadt Millionen in die Hand genommen hat, um Marktplatz und Königsplätze auf Vordermann zu bringen, sollen grelle, hässliche Polster, aufdringliche Werbung an Sonnenschirmen und wuchtige Loungemöbel möglichst aus dem Stadtbild verschwinden.

Außengastronomie, wie hier beim Ratskeller, soll sich harmonisch in das Stadtbild einfügen.
Außengastronomie, wie hier beim Ratskeller, soll sich harmonisch in das Stadtbild einfügen. Foto: Jörn Hannemann

Geregelt werden soll das über einen »Leitfaden zur Möblierung der Innenstadt für Flächen mit Außengastronomie«, über die der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt morgen, Donnerstag zu entscheiden hat (17 Uhr, Technisches Rathaus). »Der Leitfaden hat aber nur einen empfehlenden Charakter«, betont Technische Beigeordnete Claudia Warnecke.

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Es wird niemand seine bereits vorhandene Außenmöblierung austauschen müssen.

Technische Beigeordnete Claudia Warnecke

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»Es wird niemand seine bereits vorhandene Außenmöblierung austauschen müssen, wenn er so beschlossen wird.« Vielmehr gehe es darum, deutlich zu machen, was die Stadt wünscht und was nicht. »Wer heute einen Antrag stellt, wird von den Fachämtern ohnehin beraten. Mit dem Leitfaden als Beratungsgrundlage wird dies für alle Beteiligten transparenter«, sagt Warnecke.

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»Wer heute einen Antrag stellt, wird von den Fachämtern ohnehin beraten. Mit dem Leitfaden wird dies transparenter.

Technische Beigeordnete Claudia Warnecke

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Der Leitfaden erläutert an Positiv- und Negativbeispielen, wie eine angemessene Möblierung innerhalb und entlang der ehemaligen Stadtmauern aussehen soll. Dabei geht es zum einen um die Sitzmöbel selbst, die gepflegt, sauber, witterungsbeständig und nicht zu raumgreifend sein sollen.

Nicht erwünscht sind beispielsweise Loungemöbel und Euro­paletten. Zum anderen geht es um Einfriedungen. Zur Straße hin ist diese in Ordnung, ein »Gartenzaundesign« als Abgrenzung zum Nachbarn ist nicht gewollt. Das gilt auch für aufdringliche Werbung, beispielsweise auf Sonnenschirmen und Blumenkübeln.

Wichtig ist der Stadt außerdem Barrierefreiheit. Deshalb schließt der Leitfaden die Errichtung von Podesten generell aus. Insgesamt soll der öffentliche Raum ganzheitlich wahrgenommen werden.

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