Sportwissenschaftler Professor Elmar Wienecke lässt Führungskräfte Bälle werfen Frühstückseier und abends zwei Glas Bier sind kein Problem

Paderborn (WB/pic). Wenn Georg Freiherr von und zu Brenken von Schloß Erpernburg oder SCP-Manager Martin Hornberger bei einem IHK-Wirtschaftsgespräch in einem Hotel Tennisbälle in die Luft werfen und mit geschlossenen Augen wieder aufzufangen versuchen, muss etwas Besonderes im Busch sein. War es auch: Mit Professor Elmar Wienecke war ein promovierter Sportwissenschaftler mit Lizenz eines Fußball-Bundesligatrainers zu Gast.

Beim IHK-Wirtschaftsgespräch im Hotel Aspethera in Paderborn übten Gäste mit Tennisbällen und erfuhren, dass schon kleine, aber regelmäßige Bewegungen fit halten.
Beim IHK-Wirtschaftsgespräch im Hotel Aspethera in Paderborn übten Gäste mit Tennisbällen und erfuhren, dass schon kleine, aber regelmäßige Bewegungen fit halten. Foto: Karl Pickhardt

Das IHK-Wirtschaftsgespräch drehte sich diesmal im Hotel Aspethera in Paderborn um das Thema »Spitzenleistungen in Wirtschaft und Sport«. Und mit dem 56-jährigen Manager (»Ich habe kein Gramm Fett zuviel«) der Saluto Gesellschaft für Sport und Gesundheit sprach ein Sportwissenschaftler, der Manager und Führungskräfte ebenso wie Spitzensportler fit macht und auch schon die deutsche und amerikanische Fußballnationalmannschaft begleitet.

Eine optimale Energieversorgung des Körpers führt zur Leistungsstärke bei Führungskräften wie auch bei Spitzensportlern, sagt Professor Wienecke. Er warnt vor ein Übemaß an Kohlehydraten. Der Mann, der eine Trainerlizenz

IHK-Vizepräsidentin Gebariele Schäfers und IHK-Geschäftsführer Jürgen Behlke (links) empfang Professor Elmar Wienecke zum IHK-Wirtschaftsgespräch in Paderborn. Foto: Karl Pickhardt

für die Fußball-Bundesliga hat, setzt auf eine gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen, die in seinem Haus aber nicht so ganz billig seien.

Seine praktischen Botschaften sind verblüffend: Nach 14 Uhr bitte kein Obst und Gemüse mehr essen, dann nur noch Himbeeren oder Erdbeeren. Zwei Glas Bier seien okay, das dritte (regelmäßig) gehe gar nicht mehr.

Mehr als 59 000 Menschen will der Nicht-Mediziner mit seiner Ernährungsphilosophie der Saluto Gesellschaft geholfen haben, darunter reihenweise Olympiasieger sowie Weltmeister quer durch alle Sportarten. Vor Gästen der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Paderborn mahnt der Stiftungsprofessor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstandes Bielefeld zur Gesundheitsförderung in Betrieben. Denn in einer Gesellschaft, in der in fünf Jahren auch in Paderborn mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer älter als 50 Jahre sei, sei die Gesundheit der Mitarbeiter das Kapital der Unternehmen.

Und kleine Bewegungen am Arbeitsplatz können so einfach sein. So ließ Professor Wienecke die IHK-Gäste auf einem Bein hüpfend Tennisbälle in die Luft werfen, um sie auch mit geschlossenen Augen wieder aufzufangen. Gäste wie Georg Freiherr von und zu Brenken (75) von Schloß Erpernburg oder SCP-Manager Martin Hornberger (55) bemühten sich ebenso sowie Altbürgermeister Heinz Paus (69) oder Bürgermeister Michael Dreier (55) redlich, im Hotel-Konferenzraum die gelben Filzbälle zu erwischen.

Und wer schon morgens mit Bewegung anfangen möchte, bitte schön: Beim Zähneputzen auf einem Bein oder mit der linken Hand nimmt das Trainingsprogramm mit den ersten drei Minuten seinen Lauf.

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