250 Gäste bei der Eröffnung des neuen Museums im Neuhäuser Schlosspark Kunst zieht in den Marstall ein

Von Manfred StieneckePaderborn (WB). Mit dem symbolischen Scherenschnitt hat Bürgermeister Michael Dreier am Mittwoch das neue Kunstmuseum im Marstall eröffnet. »Wir etablieren Schloß Neuhaus als das Kunstquartier von Paderborn«, sagte er vor rund 250 Gästen.

Mit einer tänzerischen Performance begleitete Irina Sentjabowa die Eröffnung des neuen Kunstmuseums im Neuhäuser Marstall.
Mit einer tänzerischen Performance begleitete Irina Sentjabowa die Eröffnung des neuen Kunstmuseums im Neuhäuser Marstall. Foto: Manfred Stienecke

Für die »kulturelle und museale Wiederaufstiegsfeier« (Dreier) hatte das Kulturamt im Vertrauen auf einen tatsächlich sonnigen Frühsommerabend den Marstall-Innenhof bestuhlt. Galerieleiterin Dr. Andrea Wandschneider nutzte die Aufmerksamkeit des Eröffnungspublikums für ein flammendes Bekenntnis zum kleinen, regional verankerten Kunstmuseum. Dabei verfüge Paderborn durchaus über eine »respektable Kunstsammlung mit repräsentativen Werkkomplexen«, die nun verstärkt in wechselnden Ausstellungen in den Blick der Öffentlichkeit gerückt werden sollen.

Zum Auftakt erfüllt diese Aufgabe die von der Kulturamts-Volontärin Mira von Leewen kuratierte Werkschau »Das bewusste Auge«, die jeweils zwei thematisch oder formal ähnliche Arbeiten unterschiedlicher Künstler gegenüber stellt. Außerdem wurde an dem Abend die Ausstellung »Form und Klang« des Mülheimer Malers und Zeichners Kurt Rehm (86) eröffnet, der als Schüler des vom 2. Juli an in der Reithalle Schloß Neuhaus gezeigten Künstlers Willi Baumeister die moderne abstrakte Kunst vertritt.

In der Enge des Marstallflügels, der nun vor allem Arbeiten der städtischen Kunstsammlung präsentiert, ließen sich am Eröffnungsabend freilich kaum mußevolle Blicke auf die Arbeiten werfen. Dafür gab es eine Darbietung der Tänzerin Irina Sentjabowa, die mit einer Tuch-Choreografie durch den Raum turnte und sich dabei von Klangimpressionen des Schlagzeugers Robbert van Hulzen begleiten ließ.

Weil draußen ein kleines Buffet auf die Gäste wartete, brauchte die kleine, pfiffige Cafeteria des »art museum« im Eingangsbereich noch nicht in Betrieb genommen zu werden. Hier können sich demnächst Museumsbesucher an einem Kaffeeautomaten selbst bedienen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.