Spektakulärer Brückenabriss in der Paderborner City – mit Zeitraffer-Video Abriss-Bagger macht Brücke platt

Paderborn (WB). Erneut wurde die Baustelle am Königsplatz zur »Schaustelle«. Nach der Rolltreppe bei Broers und der ersten Betonplatte hat Donnerstagmorgen ein Spezialbagger mit einem »Pulverisierer« die Fußgängerbrücke am Weberberg abgetragen und in tausende Stahlbetonbrocken zerbröselt.

Von Jörn Hannemann
Mit einem Pulverisierer beißt sich der Abrissbagger durch die Fußgängerbrücke am Weberberg. Wasser soll die Staubentwicklung in Grenzen halten. Für Paderborn ist es die erste Brücke, die im Rahmen der Neugestaltung der Königsplätze abgerissen wird.
Mit einem Pulverisierer beißt sich der Abrissbagger durch die Fußgängerbrücke am Weberberg. Wasser soll die Staubentwicklung in Grenzen halten. Für Paderborn ist es die erste Brücke, die im Rahmen der Neugestaltung der Königsplätze abgerissen wird. Foto: Jörn Hannemann

Für Paderborn war es die erste Brücke, die im Rahmen der Neugestaltung der Königsplätze abgerissen wurde. Zahlreiche Anwohner und Schaulustige verfolgten die spektakulären Arbeiten.

Nachdem am Tag zuvor die Marienstraße gesperrt und ein Sandbett unter der Brücke vorbereit wurde, um die Straße vor den Ketten der Bagger und herabfallenden Trümmern zu schützen, ging es gestern morgen um acht Uhr richtig los. Ein 30 Tonnen-Spezialbagger rückte an, durchtrennte und zerkleinerte innerhalb von knapp drei Stunden die Betonbrücke. Die stählernen Zähne rissen große Löcher in die Querung und zerbröselten Betonteile Stück für Stück wie Kartoffelchips.

Der Abbruch stellte für die ausführenden Firmen eine Herausforderung dar, da der Platz räumlich sehr begrenzt ist und nur ein Zeitfenster von 2,5 Tagen vorgesehen war, um Geschäftsleute wenig zu beeinträchtigen. Die anliegenden Fassaden und der Bürgersteig wurden mit Gerüsten und Metallplatten geschützt. Die wesentlich einfacherere Lösung, die Brücke herauszuschneiden und mit einem Kran herauszuheben, wurde zuvor vom Abrissunternehmemn geprüft – scheiterte am Ende jedoch an dem Gewicht der 35 Tonnen schweren Konstruktion.

Immer wieder blieben Schaulustige stehen, um den Fortschritt zu verfolgen. »Wurde auch langsam Zeit«, so der fast einhellige Tenor der Schaulustigen. »An vielen Abenden saßen alholisierte Menschen auf den Treppen, feierten lautstark und es gab Pinkel-Ecken«, beklagt ein Anwohner. Er hegt die Hoffnung, dass es durch die Neugstaltung der Königsplätze – die Brücke wird an dieser Stelle nicht ersetzt – nun deutlich lebenswerter wird. Es wird nicht die letzte Brücke sein, die in der Nähe des Königsplatzes abgerissen wird. Laut Bauleiter Roland Forner sollen Ende des Jahres im Bereich der C+A Kreuzung an der Marienstraße drei weitere Brückenkonstruktionen abgerissen werden.

Ende des Jahres soll bereits die nächste Brücke weichen.

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