Passanten verprügelt und bestohlen: Polizei nimmt 19-jährigen Algerier fest »Antänzer« schlagen am Kamp zu

Paderborn (WB). Ein Passant ist am frühen Sonntagmorgen von drei Männern erst bestohlen und später geschlagen worden. Einen der Tatverdächtigen konnte der Geschädigte mit Hilfe von Zeugen festhalten und an die Polizei übergeben.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Wolfgang Wotke

Gegen 3.30 Uhr war der 21-jährige Mann auf dem Neuen Platz von drei ihm unbekannten Männern angesprochen worden. Bei der zunächst freundschaftlichen Kommunikation war es auch kurz zu einem körperlichen Kontakt zwischen dem Geschädigten und den fremden Männern gekommen.

Nach kurzer Zeit gingen die drei Unbekannten in Richtung Kamp weiter. Wenige Augenblicke später stellte der Geschädigte den Verlust seiner Geldbörse, die er zuvor in der Gesäßtasche mitgeführt hatte, fest.

»Antänzer« reagierten sofort aggressiv

Er folgte daraufhin dem Trio und konnte dies auf der Straße Kamp antreffen und zur Rede stellen. Die »Antänzer« reagierten sofort aggressiv und bedrohten ihn mit einer Glasflasche, die einer der Verdächtigen aus einem Mülleimer gezogen hatte. Als der Geschädigte die Polizei rufen wollte, erhielt er von einem der Komplizen einen Schlag ins Gesicht. Danach flüchteten alle drei in unterschiedliche Richtungen.

Zusammen mit Zeugen (20 und 31 Jahre alt), die den Vorfall beobachtet hatte, verfolgte der Geschädigte einen der Täter. Dieser konnte auf der Kasseler Straße festgehalten und an die Polizei übergeben werden.

Junger Mann schon bekannt

Der 19-jährige aus Algerien stammende Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen. Bei der Polizei ist der junge Mann unter anderem wegen zahlreicher Diebstähle und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzt bekannt. Die entwendete Geldbörse konnte bei ihm allerdings nicht aufgefunden werden.

Der 19-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Montag einem Richter vorgeführt, der die Untersuchungshaft gegen den Nordafrikaner anordnete. Die Polizei bittet darum, dass sich Zeugen, die Angaben zu den beiden Mittätern machen können, unter der Telefonnummer 05251/3060 melden.

Kommentare

Besser vorsichtig sein

Verfolgen, stellen, festhalten, das sehe ich eher kritisch. Sicherlich ist es ärgerlich wenn die Geldbörse weg ist, aber man muss sich überlegen ob es sich dafür lohnt womöglich mit einem Messer attackiert zu werden. Die Sache hätte für den Geschädigten auch anders ausgehen können, zumal wenn er keine Hilfe bekommen hätte. Es ist bei Tätern zu bedenken was sie zu verlieren haben. Eventuell sind die sehr mobil, morgen womöglich schon in einer anderen Stadt oder sogar in einem anderen Land. Viele sind ja auch gar nicht registriert und wie will die Polizei solche Täter ausfindig machen? Den Tätern kann das bewusst sein und auch ihre Hemmschwelle senken, ich rate daher dazu vorsichtig zu sein.

Ich bin traurig darüber was aus meiner schönen Heimatstadt wird.

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