Schwestern haben seit 1945 im Bildungs- und Gästehaus des Erzbistum gelebt Franziskanerinnen verlassen das Liborianu

Paderborn (WB). Mit einer Eucharistiefeier und einer feierlichen Erinnerungsveranstaltung hat das Liborianum die letzten drei Franziskanerinnen von der Ewigen Anbetung Olpe verabschiedet, die bisher noch in den Räumen des ehemaligen Kapuzinerklosters in der Paderborner Altstadt gelebt haben.

Das Team des Liborianums verabschiedet die Olper Franziskanerinnen aus Paderborn. 1945 war der Orden hier eingezogen. Das Foto zeigt (hinten, von links) Verwaltungsleiterin Marion Klaus, stellvertretende Direktorin Gabriele Broszio, den Qualitätsbeauftragten Werner Sosna, Schwester Manuela, Prälat Thomas Dornseifer, Direktor Stephan Winzek und (vorn, von links) Schwester Petra, Schwester Hiltrud sowie Generaloberin Schwester Magdalena und Provinzoberin Schwester Alexa.
Das Team des Liborianums verabschiedet die Olper Franziskanerinnen aus Paderborn. 1945 war der Orden hier eingezogen. Das Foto zeigt (hinten, von links) Verwaltungsleiterin Marion Klaus, stellvertretende Direktorin Gabriele Broszio, den Qualitätsbeauftragten Werner Sosna, Schwester Manuela, Prälat Thomas Dornseifer, Direktor Stephan Winzek und (vorn, von links) Schwester Petra, Schwester Hiltrud sowie Generaloberin Schwester Magdalena und Provinzoberin Schwester Alexa. Foto: Jörn Hannemann

Die Schwestern Hiltrud (80), Manuela (72) und Petra (69) können auf viele gebets- und arbeitsreiche Jahre zurückblicken, die nun durch die Auflösung des Paderborner Standorts der Franziskanerinnen enden. Hiltrud ist die ehemalige Oberin der Schwesterngruppe, Manuela wirkte als Küsterin der Kapuzinerkirche und Petra arbeitete bisher als Krankenhausseelsorgerin in Bad Wünnenberg. Sie wird auch nach dem Auszug aus dem Paderborner Liborianum ihrer Aufgabe treu bleiben und in Bonn Patienten spirituell betreuen.

Erstmalig waren am 17. Oktober 1945 auf Bitte des Erzbistums Paderborn Franziskanerinnen in die damaligen Ruinen des Liborianums eingezogen, um dort für die jugendlichen Lehrlinge der Dombauhütte zu sorgen. Als von 1950 an das Erzbischöfliche Knabenseminar wieder Schüler beherbergte, wirkten die Schwestern in Küche, Hauswirtschaft und Garten sowie auch in der Betreuung der jungen Menschen mit. Nachdem das Knabenseminar 1979 aufgelöst worden war, wurde das Liborianum zu einem Bildungs- und Gästehaus des Erzbistums Paderborn.

Auch in den 36 Jahren, die seither vergangen sind, blieben die Olper Franziskanerinnen im Liborianum. Dass die Kommunität jetzt aufgelöst wird, liegt darin begründet, dass nicht mehr genügend Schwestern zur Verfügung stehen, um alle Niederlassungen der Franziskanerinnen aufrecht erhalten zu können. Generalvikar Alfons Hardt: »Das Erzbistum Paderborn und alle, die dem Liborianum verbunden sind, blicken voll Dankbarkeit und Hochachtung auf das Wirken der Olper Franziskanerinnen zurück.«

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