Schutz für seltene Tier- und Pflanzenarten am Lippesee Neues Naturschutzgebiet ausgewiesen

Paderborn (WV). Die so genannte Lippeseeumflut ist östlich des Holthofes von  sofort an als Naturschutzgebiet »Lippe bei Sande« ausgewiesen. Die renaturierte Lippe soll sich an dieser Stelle weiter positiv entwickeln. Seltene Tier- und Pflanzenarten sollen wirksam geschützt werden.

Der Eisvogel ist an die  Lippe zurückgekehrt.
Der Eisvogel ist an die Lippe zurückgekehrt. Foto: dpa

Im  September werden Hinweisschilder aufgestellt, die darüber informieren. Das Paderborner Kreisumweltamt weist darauf hin, dass die Schutzvorschriften gleichwohl schon jetzt  zu beachten sind.

Schutzvorschriften gelten ab sofort

So ist das Baden und Befahren der Lippe mit Booten und Kanus sowie das Betreten des neuen Naturschutzgebietes außerhalb der vorhandenen Wege nicht zulässig. Grillen, Feuer machen oder Zelten sind ebenfalls nicht erlaubt. Hunde müssen zum Schutz der wildlebenden Tiere im Gebiet immer angeleint werden. Pflanzen, Bäume und Sträucher dürfen nicht beschädigt und Tiere nicht beunruhigt werden. Besondere Rücksicht ist während der Brutzeit von Vögeln zu nehmen. Selbstverständlich darf kein Müll weggeworfen werden.

Der Lippesee befindet sich im Geltungsbereich des Landschaftsplanes Paderborn-Bad Lippspringe. Im Rahmen des NRW-Gewässerauenprogramms war in 2004 die Lippe vom Lippesee abgetrennt worden. Dieser Abschnitt wurde 2005 »in Betrieb genommen«.

Eisvogel zurück

Der rund 1,6 Kilometer lange Abschnitt der Lippeseeumflut östlich des Holthofes ist im Jahr 2010 als Naturschutzgebiet »Lippe bei Sande« sichergestellt worden. Seit  sich die Lippe wieder in ihrem  natürlichen Verlauf um den See herumschlängelt, entwickelte sich das rund zehn Hektar  große Gebiet  zu einem Lebensraum für charakteristische und zum Teil in ihrem Fortbestand gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Eisvögel und Flussregenpfeifer brüten wieder in der so genannten Lippeseeumflut. Auch die Anzahl der Fischarten hat sich deutlich erhöht: Koppe, Äsche, Elritze und Bachneunauge haben in dem Fluss ihr nasses Zuhause gefunden.

Der gültige Landschaftsplan ist im Umweltamt der Kreisverwaltung und auf der Website des Kreises Paderborn einsehbar. Fragen beantwortet Vera Vogt vom Paderborner Kreisumweltamt telefonisch unter 05251/3086651.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.