Dalheimer „Sommernachtslieder“ präsentieren Programm für 2021 – LWL-Kulturstiftung fördert Veranstaltung
Lieder, Legenden und die Liebe

Freiluftvergnügen vor imposanter Kulisse: Die fünfte Auflage des Festivals „Som­mernachtslieder“ holt im kommenden Jahr erneut hochkarätige Künstler ins Kloster Dalheim in Lichtenau (Kreis Paderborn). Am Wochenende vom 18. bis 20. Juni sollen die Bläck Fööss, Götz Alsmann sowie Peter Lohmeyer gemeinsam mit dem Syndikat Gold für gute Unterhaltung sorgen.

Dienstag, 08.12.2020, 12:46 Uhr
Die Dalheimer „Sommernachtslieder“ finden vor der Kulisse des barocken Ehrenhofs des ehemaligen Klosters Dalheim (Kreis Paderborn) statt. Die maximale Anzahl der Sitzplätze soll 2021 coronabedingt jedoch auf 300 je Veranstaltung beschränkt werden. Foto: Johanna Pietsch

Das gaben die Stiftung Kloster Dalheim und das Kultur-Büro OWL am Montag bekannt. Die Konzerte sollen unter der dann geltenden Corona-Schutzverordnung stattfinden. In Abstimmung mit den örtlichen Behörden sind statt der üblichen 750 derzeit 300 Sitzplätze je Veranstaltung vorgesehen. Karten gibt es ab sofort bei der Stiftung Kloster Dalheim unter Telefon 05292/9319224 oder per E-Mail an kloster-dalheim@lwl.org sowie beim Paderborner Ticket-Center unter Telefon 05251/299750

„Trotz der aktuellen pandemiebedingten Einschränkungen arbeiten wir voller Optimismus daran, unseren Gästen im kommenden Jahr attraktive und stimmungsvolle Veranstaltungen zu bieten, die auch unter Corona-Schutz stattfinden können“, so Dr. Ingo Grabowsky, Museumsdirektor des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur, Stiftung Kloster Dalheim.

Die fünfte Auflage des Festivals glänze mit musikalischen Hochkarätern und prominenten Gesichtern. „Kölsche Legenden, jüdische Schlager und unsterbliche Liebeslieder sollen den Boden für ein unvergleichliches Festivalerlebnis bereiten“, sagt Carsten Hormes, künstlerischer Leiter des Kultur-Büros OWL. „Die besondere Mischung herausragender Live-Musik mit dem entspannten Flair einer Landpartie macht die Dalheimer Sommernachtslieder zu einem Festival, das es so kein zweites Mal in Deutschland gibt.“

Den Festivalauftakt macht ein echtes kölsches Urgestein: 2020 wurden die Bläck Fööss 50. Gemeinsam mit dem Dalheimer Publikum blickt die Gruppe am Freitag, 18. Juni (20 Uhr), zurück auf ein halbes Jahrhundert Bandgeschichte mit mehr als 43 Alben und mehr als 400 Titeln. Hits wie „Mer losse d‘r Dom en Kölle“, „Drink doch eine met“ und „Frankreich, Frankreich“ sind zu Evergreens geworden, und das weit über den Karneval hinaus.

In ihrem Jubiläumsprogramm kombiniert die achtköpfige Gruppe mit altbekannten Klassikern und neuen Songs unterschiedlichste musikalische Genres. „Die musikalische Vielseitigkeit der Musiker ist kaum zu übertreffen“, meint Carsten Hormes. „Bei über 200 Auftritten pro Jahr sind die Bläck Fööss ein Garant für ausgelassene Stimmung und unvergessene Festivalmomente.“

Ein literarisch-musikalischer Abend im Rahmen des Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ nimmt das Publikum am Samstag, 19. Juni (20 Uhr), mit in die goldene Ära Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals zählten jüdische Schlager zum Populärsten, was die deutsche Musik zu bieten hatte. „Lieder wie ‚Ein Freund, ein guter Freund‘, ‚Das gibt‘s nur einmal, das kommt nicht wieder‘ und ‚In der Bar zum Krokodil‘ gehören bis heute untrennbar zur jüdisch-deutschen Kulturgeschichte“, erläutert Ingo Grabowsky: „Ganz Deutschland summte, sang und tanzte damals nach diesen Liedern – bis die Verheerungen der NS-Zeit der jüdischen Schlagerkultur in Deutschland ein grausames Ende setzten.“ Zusammen mit dem Schauspieler Peter Lohmeyer würdigt das Syndikat Gold, ein Quartett bestehend aus Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Musik Detmold, die frivol-philosophischen Klassiker. Lohmeyer, unter anderem bekannt als TV-Hauptkommissar Jan Fabel und aus Filmen wie „Das Wunder von Bern“, liest ausgewählte Texte, die in einen spannungsreichen Dialog mit den unvergessenen Schlagern treten. Das Konzert ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „2021: Jüdisches Leben in Deutschland“ von der LWL-Kulturstiftung gefördert werden.

Undenkbar wären die „Sommernachtslieder“ ohne Götz Alsmann: Am Sonntag, 20. Juni (16 Uhr), gastiert der Musiker und Entertainer bereits zum vierten Mal bei dem Festival. Nach seinen musikalischen Ausflügen „In Paris“, „Am Broadway“ und „In Rom“ macht er mit seinen Bandkollegen Halt im Kloster Dalheim – im Gepäck das neue Album „L.I.E.B.E“. Mit Titeln wie „Man müsste Klavier spielen können“ (Johannes Heesters), „Die kleine Stadt will schlafen geh‘n“ (Ilse Werner) und nicht zuletzt Bert Kaemp­ferts titelgebendem „L.I.E.B.E.“, auch bekannt in der Nat-King-Cole-Version „L.O.V.E.“, knüpft Alsmann mit seiner Band an die große Tradition der vergangenen hundert Jahre deutschsprachiger Schlagergeschichte. Mit ihren unverkennbaren Eigeninterpretationen und viel Humor laden die fünf Herren im Sakko zu einem Jazzschlager-Nachmittag unter freiem Himmel im klösterlichen Innenhof ein.

Wer jetzt schon Karten erwirbt, kann beruhigt sein: Sollten coronabedingt weniger Plätze zur Verfügung stehen und bereits gekaufte Karten ihre Gültigkeit verlieren, werden laut Veranstaltern die geleisteten Zahlungen schnellstmöglich zurückerstattet. Das gelte auch im Falle einer amtlich verordneten Absage der Veranstaltung. Besucherinnen und Besucher sollen darüber so früh wie möglich informiert werden.

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