Polizei mahnt Autofahrer zur Vorsicht und gibt Tipps
Zehn Wildunfälle am Wochenende im Kreis Paderborn

Lichtenau -

Der Herbst ist die Zeit der Wildunfälle. Gleich zehn Mal hat es nach Angaben der Polizei am Wochenende gekracht, weil Fahrern Wildtiere vors Auto gelaufen sind. In einem Fall war sogar ein Streifenwagen der Polizei selbst betroffen.

Montag, 09.11.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 06:18 Uhr
Verkehrsschilder, die auf Wildwechsel hinweisen, sollten unbedingt beachtet werden, mahnt die Paderborner Polizei. Foto: Jan Woitas

Schwere Verletzungen hat sich laut Polizei ein Autofahrer zugezogen, der am Sonntagabend auf der Bundesstraße 68 verunglückt ist. Der 45-jährige Golffahrer fuhr gegen 21.10 Uhr von Lichtenau nach Kleinenberg. Laut seinen Angaben sprang plötzlich ein Reh von links auf die Straße. Beim Ausweichen geriet der Golf ins Schleudern und kam nach rechts von der Straße ab. Auf knapp 100 Meter überschlug sich der Wagen mehrmals auf einem Acker und blieb mit Totalschaden liegen. Der verletzte Fahrer konnte sich selbst aus dem Auto befreien. Er wurde notärztlich versorgt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Am Sonntagmorgen war ein Streifenwagen der Polizei auf einer Einsatzfahrt gegen 5 Uhr in einen Wildunfall verwickelt. Ein Reh sprang bei Delbrück auf der Rietberger Straße direkt vor das Einsatzfahrzeug. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Die Insassen blieben aber unverletzt.

Acht weitere Wildunfälle hat die Polizei im Kreis Paderborn über das Wochenende aufgenommen.Um Wildunfälle zu vermeiden, rät die Polizei, Wildwechselschilder unbedingt zu beachten. Autofahrer sollten in diesen Bereichen langsamer fahren und die Fahrbahnränder genau beobachten. Wenn ein Tier zu sehen ist, muss damit gerechnet werden, dass weitere folgen. In diesem Fall sollten Autofahrer ihre Geschwindigkeit noch weiter reduzieren, hupen und abblenden. Dabei ist auch an den nachfolgenden Verkehr zu denken.

Ist eine Kollision nicht zu verhindern, sollte man das Lenkrad festhalten und nicht ausweichen. „Niemand möchte ein Tier verletzten, aber ein Ausweichmanöver endet unter Lebensgefahr für Menschen im Graben, vor einem Baum oder gar im Gegenverkehr“, mahnt die Polizei. Ist es zu einem Wildunfall gekommen, sollten Fahrer die Unfallstelle absichern und die Polizei informieren.

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