Flurbereinigung im Bereich Südliche Egge beginnt
Grenzen werden neu gezogen

Lichtenau (WB/han). Mehr als 70 Grundstückseigentümer sind betroffen. Insgesamt wird auf etwa 277 Hektar Fläche getauscht und gekauft und werden Grenzen neu gezogen: Die Flurbereinigung im Bereich Südliche Egge beginnt. Ihr Ziel ist es, Konflikte zwischen Landwirtschaft und Naturschutz in den Naturschutzgebieten „Eselsbett und Schwarzes Bruch“, sowie „Oberer Kleinenberg“ und „Sauertal“ im Bereich Winzenberg (östlich der Kernstadt und nördlich von Kleinenberg) zu lösen.

Donnerstag, 08.10.2020, 09:51 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 14:56 Uhr

Als ersten Schritt hat die Teilnehmergemeinschaft des Bodenordnungsverfahrens jetzt in der Schützenhalle Lichtenau einen Vorstand gewählt. Seine Aufgabe ist es, die Flurbereinigung mitzugestalten. Vorstandsvorsitzender ist Franz-Josef Sander. Dem neuen Gremium gehören außerdem Dirk Kreienmeier (stellvertretender Vorsitzender), Frank Hibbeln (Beisitzer) sowie Josef Spellerberg und Erwin Gehrken als stellvertretende Vorstandsmitglieder an.

Die Bezirksregierung Detmold hatte zur Vorstandswahl eingeladen und damit den Startschuss für das Bodenordnungsverfahren gegeben. „Mit der Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft ist ein wichtiger Schritt getan“, erläutert Planungsdezernent Rainer Runte.

Die Bezirksregierung wird die Teilnehmergemeinschaft über den Vorstand mit Informationen über alle wesentlichen Schritte im Verfahren versorgen. Behörde und Vorstand werden darüber hinaus einzelne Verfahrensschritte gemeinsam gehen. „Dabei kann die Bezirksregierung von den Erfahrungen und der Ortskenntnis der Betroffenen profitieren“, hofft Rainer Runte.

Eine weitere Aufgabe des Vorstandes ist, bei der Führung der Kassengeschäfte über eine eigens eingerichtete Flurbereinigungskasse mitzuwirken. Die Teilnehmergemeinschaft setzt sich aus den Grundstückseigentümern zusammen, die an der Flurbereinigung beteiligt sind.

Der Leiter des Dezernates für Ländliche Entwicklung und Bodenordnung, Konstantin Plümer, Planungsdezernent Rainer Runte und Projektleiter Christian Langner informierten die Teilnehmer in der Schützenhalle Lichtenau zunächst über den derzeitigen Stand des rund 277 Hektar umfassenden Verfahrens, in dem Flächen von mehr als 70 Eigentümern liegen.

Nach der Wahl und formellen Verpflichtung der Vorstandsmitglieder hat sich der Vorstand im Anschluss auf ein Kreditinstitut für die Kassengeschäfte verständigt und den Gasthof Engemann Kleinenberg als Terminlokal festgelegt. Rainer Runte: „Die Neuordnung des Gebietes für ein gutes Nebeneinander von Naturschutz und Landwirtschaft kann jetzt beginnen. Hierfür werden Gespräche mit den Betroffenen geführt, Flächenankäufe getätigt und Tauschverhandlungen abgeschlossen.“

Das Verfahren ist bereits mit Beschluss vom 8. Januar 2020 eingeleitet. Ziel ist die Auflösung von Nutzungskonflikten zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Des Weiteren soll die Agrarstruktur durch die Zusammenlegung von kleineren Flächen zu größeren Einheiten verbessert werden.

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