Fragen an die Bürgermeisterkandidaten für Lichtenau: Ute Dülfer (parteilos)
„Internet-Verbindung muss besser werden“

Lichtenau (WB). Wer wird die neue Bürgermeisterin oder der neue Bürgermeister Lichtenaus? Die Bürger haben die Wahl unter zwei Frauen und zwei Männern. Was wollen sie anpacken, was qualifiziert sie, was machen sie in ihrer Freizeit? Das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT hat allen Bewerbern dieselben Fragen gestellt. Dieses Mal: Ute Dülfer (parteilos)

Dienstag, 01.09.2020, 06:15 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 15:48 Uhr
Ute Dülfer hat sich schon mal vor der Stadtverwaltung fotografieren lassen. Nomen est Omen.

Was fehlt in Lichtenau noch?

Ute Dülfer: Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass Lichtenau während des Lockdowns sehr gut zusammengehalten hat und viele Bürgerinnen und Bürger einander geholfen und sich gegenseitig unterstützt haben.

Vielen Dank dafür!

Man hat gemerkt, dass es in Lichtenau in einigen Dörfern eine bessere Internet-Verbindung geben muss, um auch in solchen Zeiten als Gewerbebetrieb immer erreichbar zu sein beziehungsweise im Privatbereich vieles von zu Hause erledigen zu können.

Was Lichtenau auch benötigt, ist eine gute Infrastruktur bei den Einkaufsmöglichkeiten und im Gesundheitswesen. So könnten wir uns einige Wege in die nächstgrößere Stadt sparen und bleiben für alle Generationen, auch für die ältere Generation, lebenswert.

Es fehlt weiterhin an einer günstigen ÖPNV-Anbindung. Hier sollten wir unbedingt eine Verbesserung erzielen, um für die Bürgerinnen und Bürger die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiv zu machen.

Wir haben in Lichtenau mit den 15 Dörfern das herrliche Altenautal und das schöne Egge-Gebirge. Um den Tourismus weiter zu steigern, müssen wir die vorhandenen Rad- und Wanderwege unbedingt erhalten und neue touristische Angebote etablieren. Sei es im Kulturangebot oder im Ausbau von neuen Rad- oder Wanderwegen mit unter anderem auch einem Themenbezug.

 

Was qualifiziert Sie als Bürgermeisterin?

Dülfer: Ich habe durch meine Ausbildung zur Maurerin und dem Bauingenieurstudium Erfahrung in der öffentlichen Wirtschaft im Baugeschäft meines Vaters gesammelt und bin anschließend in die Verwaltung zum Gebäudemanagement der Stadt Paderborn gewechselt. Hier leite ich aktuell das Sachgebiet „Bauunterhaltung“ mit einem Team von 28 Mitarbeitern. Vor allem in der Zeit der Sachgebietsleitung, teilweise allerdings auch schon davor, habe ich viele, für die Bürgermeistertätigkeit wichtige Erfahrungen und Kompetenzen erworben.

Ich bin 48 Jahre alt und habe die Perspektive, das Amt über mehrere Wahlperioden ausüben zu können.

Da in Lichtenau in den nächsten Jahren viele Bauprojekte (Klimacampus, Grundschule Kilian, Kindergärten, Feuerwehrgerätehäuser) anstehen, bin ich mit meiner beruflichen Ausbildung genau die Richtige, um mit meiner fachlichen Qualifikation zur Seite zu stehen. Ich bin überzeugt davon, dass ich durch meine unabhängige und parteilose Kandidatur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern mehr für sie und die Stadt Lichtenau umsetzen kann.

 

Was werden Sie als erstes anpacken, wenn Sie Bürgermeisterin sind?

Dülfer: Wenn ich Bürgermeisterin bin, werde ich zuallererst jedes einzelne Dorf der Stadt Lichtenau besuchen, um mir ein Bild von der Situation vor Ort zu verschaffen.

Ich möchte von den Bürgerinnen und Bürgern wissen, welche Probleme es in ihrem Ort gibt, aber auch was in ihrem Ort gut gelaufen ist. Bei meinen bisherigen Terminen in den Ortschaften, um mich als Bürgermeister-Kandidatin vorzustellen, kam immer wieder der Wunsch nach einer besseren Internet-Anbindung auf. Gerade in den kleineren Dörfern. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Ausbau der Internet-Anbindung rasch umgesetzt wird.

 

Wie wollen Sie verhindern, dass junge Leute aus Lichtenau wegziehen?

Dülfer: Ich möchte gemeinsam mit den jungen Leuten zukunftsfähige Projekte erarbeiten und diese dann auch realisieren. Nur wenn wir zusammen mit den Jugendlichen etwas für sie entwickeln, können wir die Akzeptanz dieser Projekte steigern. Wenn wir das schaffen, wird Lichtenau für die Jugendlichen liebens- und vor allem lebenswert.

Lesen sie hier auch die Antworten der drei anderen Kandidaten:

- Stephan Wink (parteilos)

- Martina Wolf-Sedlatschek (Bündnis 90/Grüne)

- Josef Eich (CDU)

 

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