Fragen an die Bürgermeisterkandidaten für Lichtenau: Stephan Wink (parteilos)
„Mehr Unterstützung für das Ehrenamt“

Stephan Wink: Ich denke, dass das Leistungsangebot der Stadt Lichtenau in vielen Bereichen schon sehr umfangreich ist. Wenn ich mir aber etwas wünschen dürfte, so wäre dies beispielsweise (noch) mehr Unterstützung für das Ehrenamt in unserer Stadt. Nicht nur seit der Corona-Krise besteht innerhalb unseres Stadtgebiets ein großes ehrenamtliches Engagement in den zahlreichen Vereinen und bürgerschaftlichen Zusammenschlüssen. Durch die Stadt Lichtenau könnten diese beispielsweise beim Erkennen von Fördermöglichkeiten sowie durch Beratung bei der Antragstellung unterstützt werden.

Dienstag, 01.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 15:48 Uhr
Stephan Wink am Kleinenberger Marienbrunnen als einem seiner Lieblingsplätze.

Was fehlt Lichtenau noch?

Stephan Wink: Ich denke, dass das Leistungsangebot der Stadt Lichtenau in vielen Bereichen schon sehr umfangreich ist. Wenn ich mir aber etwas wünschen dürfte, so wäre dies beispielsweise (noch) mehr Unterstützung für das Ehrenamt in unserer Stadt. Nicht nur seit der Corona-Krise besteht innerhalb unseres Stadtgebiets ein großes ehrenamtliches Engagement in den zahlreichen Vereinen und bürgerschaftlichen Zusammenschlüssen. Durch die Stadt Lichtenau könnten diese beispielsweise beim Erkennen von Fördermöglichkeiten sowie durch Beratung bei der Antragstellung unterstützt werden.

Darüber hinaus sollte auch die Stadt Lichtenau ein eigenes Förderprogramm besitzen, durch das auch Privatleute innerhalb unseres Stadtgebiets motiviert werden, in zukunftsfähige und nachhaltige Technik zu investieren und so einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz beizutragen.

 

Was qualifiziert Sie als Bürgermeister?

Wink: Ich denke, meine größte Qualifikation für das Amt des Bürgermeisters von Lichtenau ist, dass mir das Wohl der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und die weiterhin positive Entwicklung Lichtenaus sehr am Herzen liegen. Denn bekanntermaßen ist man für etwas, das einem wichtig ist, bereit, sich nötigenfalls auch über seine Grenzen hinweg einzusetzen. Durch meine Arbeit als Polizeibeamter habe ich über die vielen Jahre hinweg gelernt, je nachdem, wie es die Situation erfordert, entweder durchsetzungsfähig, aber durchaus auch einfühlsam und empathisch auf sich ergebende Problemstellungen zu reagieren. Auch habe ich als parteiunabhängiger Bürgermeister die Möglichkeit, sich darbietenden Lösungsalternativen ohne Rücksicht auf politische Parteizugehörigkeit zu folgen. Darüber hinaus besitze ich nicht nur durch meine Tätigkeit als Schützenoberst langjährige Erfahrung darin, als Teamplayer mit anderen zusammenzuarbeiten und dabei andere motivieren zu können. Natürlich hilft mir auch mein Verwaltungsstudium dabei, die in der Verwaltung täglich auftretenden Fragestellungen schnell zu erfassen und konstruktiv an deren Lösung mitzuarbeiten.

 

Was werden Sie als erstes anpacken, wenn Sie Bürgermeister sind?

Wink: Nach einer Einarbeitungsphase werde ich mich natürlich direkt bemühen, die ersten Weichen zu stellen, um meine Ziele auch in die Tat umzusetzen. Dabei wird es beispielsweise darum gehen, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Arbeit von Rat und Verwaltung zu steigern, einen Ansprechpartner für das Ehrenamt zu etablieren und auch unmittelbar die Rahmenbedingungen für ein stadteigenes Förderprogramm zur Steigerung des Klimaschutzes aufzustellen.

Natürlich wurde auch mit dem bereits begonnenen Umbau der Realschule Lichtenau zum „Klima-Campus“ eine unverzichtbare Voraussetzung für den Weiterbestand der Schullandschaft geschaffen. Dabei liegt mir die planmäßige Realisierung dieses zweifellos herausfordernden Projekts besonders am Herzen.

Allerdings dürfen wir auch die übrigen Schulstandorte im Stadtgebiet nicht vergessen. So gilt es im Interesse der Bildung unserer Kinder, dass sich der zukünftige Bürgermeister auch direkt und unmittelbar mit der Frage der unterschiedlichen Möglichkeiten von Modernisierungen beziehungsweise einem Neubau bei den beiden Grundschulen beschäftigt.

 

Wie wollen Sie verhindern, dass junge Leute aus Lichtenau wegziehen?

Wink: Durch den Vorteil der geografische Nähe zu den Universitätsstandorten Paderborn, Bielefeld und Kassel ist das Wohnen im Stadtgebiet Lichtenaus durchaus auch für junge Menschen, die in den genannten Städten arbeiten beziehungsweise studieren, interessant, wenn es beispielsweise neben dem Bereitstellen des erforderlichen Wohnraums und des alltäglichen Bedarfs an Einkaufsmöglichkeiten und Kinderbetreuung gelingt, die Mobilität durch den ÖPNV soweit zu steigern, dass es für alle möglich ist, ohne großen Aufwand zu unterschiedlichen Tageszeiten in die Städte und wieder zurück zu gelangen.

Lesen sie hier auch die Antworten der drei anderen Kandidaten:

- Martina Wolf-Sedlatschek (Bündnis 90/Grüne)

- Josef Eich (CDU)

- Ute Dülfer (parteilos)

 

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