Entkernung der Realschule Lichtenau beginnt – Umleitung für Autos
Jetzt geht es richtig los

Lichtenau (WB/han). Jetzt geht es ans Eingemachte am zukünftigen „Klima-Campus“ in Lichtenau: Nachdem das Gebäude der Realschule dank tatkräftigem Einsatz von Bauhof und Schulgemeinschaft bereits leergeräumt werden konnte, startet nun bald die energetische Sanierung des Schulgebäudes. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt.

Dienstag, 05.05.2020, 16:47 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 16:50 Uhr
Die vorbereitenden Arbeiten sind abgeschlossen. In dieser Woche beginnt die Entkernung der Realschule Lichtenau. Das in die Jahre gekommene und verschachtelte Gebäude wird von Grund auf energetisch saniert. Foto: Jörn Hannemann

Die energetische Sanierung bildet den größten Baustein des Projekts und umfasst unter anderem die Neustrukturierung der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien und die Sanierung der Außenhülle zur Steigerung der Energieeffizienz.

Bevor hier Neues geschaffen werden kann, muss allerdings erst einmal Altes weichen. Daher stehen als erster Schritt umfassende Entkernungsarbeiten an, die die Grundlage der Sanierungsarbeiten bilden. Dazu gehören im ersten Schritt der Rückbau im Inneren der Realschule: Decken, Türen und Böden müssen entfernt werden. Sobald das abgeschlossen ist, geht es auch an den Außenbereich mit Fassade, Fenstern und Dächern.

Arbeiten in drei Bauabschnitten

Die Entkernungsarbeiten werden wegen der Größe des verschachtelten Gebäudes in drei Bauabschnitten erfolgen und vor­aussichtlich von Mai bis Oktober dauern. Das Arbeiten in Bauabschnitten biete außerdem die Möglichkeit, während des zweiten oder dritten Abschnitts der Entkernung bereits mit den nötigen Rohbauarbeiten im bis dahin bereits entkernten Bereich beginnen zu können, teilt die Stadt mit.

Glück im Unglück habe das Projekt „Klima-Campus“ in Corona-Zeiten dabei mit seinem Partner für die Entkernungsarbeiten, der Firma Knepper aus Lippstadt: Weil alle Arbeiten aus einer Hand kommen, sind Hygiene- & und Sicherheitsstandards einfacher umzusetzen, heißt es. So hat die Corona-Krise bisher keine großen Auswirkungen auf Arbeitsablauf und Dauer der Arbeiten gehabt.

Doch nicht nur im zu sanierenden Realschulgebäude geht es zur Sache. In der Modulbauschule, die der Schulgemeinschaft für die Zeit der Sanierungsarbeiten als Lernort dient, sitzen nach längerer Pause endlich die ersten Schüler: Seit dem 23. April lernen hier die Schüler der Klasse 10 bereits wieder für die Abschlussprüfungen.

Fördersumme von 7,5 Millionen Euro

Für das Projekt Klima-Campus, das in Lichtenau zeitweise politisch umstritten war, fließt die Fördersumme von 7,5 Millionen Euro aus Landes- und EU-Töpfen. Noch einmal knapp die selbe Geldsumme muss, über mehrere Jahre verteilt, aus dem Lichtenauer Haushalt aufgebracht werden. Am Ende des ehrgeizigen Bauvorhabens soll nicht nur die komplette Modernisierung des in die Jahre gekommenen Schulgebäudes mit neuen Fassaden, Dächern, Fenstern und LED-Beleuchtung und Wärmepumpe stehen. Auch die Außenanlagen werden umgestaltet. Für die Energieversorgung wird vor Ort erzeugter Windstrom genutzt.

Während der Bauzeit findet im gesamten Schulgebäude kein Unterricht statt. Die Schüler lernen in der Übergangszeit in einem eigens errichteten provisorischen Schulgebäude in Modulbauweise auf dem Ausweichsportplatz.

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