CDU Lichtenau sorgt sich um finanziell ausufernde Schulsanierungen »Planung mit Augenmaß«

Lichtenau (WB). Aufgrund aktueller Entwicklungen äußert sich der CDU-Stadtverband Lichtenau zu den derzeit laufenden Planungen für die Kilian-Grundschule und die Städtische Realschule in Lichtenau. In beiden Schulen besteht dringender Bedarf zur Sanierung der Gebäude sowie zur Modernisierung der schulischen Infrastruktur. Daher wurden bereits notwendige Maßnahmen vom Rat vorangetrieben.

An der Realschule Lichtenau besteht hoher Sanierungsbedarf.
An der Realschule Lichtenau besteht hoher Sanierungsbedarf.

Die Fraktion der CDU hat beantragt, dass die Verwaltung für die Kilian-Grundschule ein tragfähiges Konzept entwickelt. Hier bestehe noch die Frage, ob Renovierung, Erweiterung oder Neubau die beste Lösung ist.

Aktuell existiert das Projekt »Klima-Campus« zur Renovierung der Realschule, das die Finanzen der Stadt nach Ansicht der CDU vor große Belastungen stellt, obwohl Mittel aus einem Förderprogramm bereits eingeplant sind. »Trotz dieser immensen finanziellen Belastungen steht die CDU für modernes Lernen in Lichtenau ein. Dazu lässt sich der CDU-Stadtverband jedoch zu allererst von folgenden Fragen für die weiteren Planungen für beide oben genannten Schulen leiten: Sind die Klassenräume und die Fachräume zeitgemäß eingerichtet? Sind elektronische Lernmedien wie elektronische Tafeln, Tablets, W-Lan und Breitbandzugang verfügbar? Bieten die Gebäude und die Außenflächen attraktive Plätze zur Erholung und Ausgleich? Sind Turnhallen, Mittagsverpflegung und Nachmittagsbetreuung attraktiv?«, schreibt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Josef Meiwes in einer Pressemitteilung. 

In Sachen Kilian-Grundschule ist noch nicht geklärt, ob Renovierung, Erweiterung oder Neubau die beste Lösung ist.

Solche und weitere Fragen müssen nach Ansicht der Christdemokraten bei der Planung und Ausführung der schulischen Vorhaben mit den engen finanziellen Möglichkeiten des Stadthaushalts in Einklang gebracht werden. »Daher müssen die Verantwortlichen in der Stadt ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass die Anforderungen an modernes Lernen bei knappen Kassen möglichst gut erfüllt werden«, schreibt Meiwes.

Die CDU beobachte jedoch zurzeit Tendenzen, dass die Stadt zu großen Wert auf das Einholen möglichst hoher Förderbeträge lege, ohne hierbei den entsprechend dann gleichzeitig steigenden finanziellen Eigenanteil der Stadt zu beachten. »Dies, auch ohne den wirklichen Nutzen für gute Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu stellen«, so der Stadtverbandsvorsitzende.

Daher fordert der CDU-Stadtverband die Verantwortlichen auf, wieder zu Planungen mit vernünftigem Augenmaß zurückzukehren, die die begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Stadt realistisch berücksichtigen. Die CDU-Fraktion im Stadtrat habe in diesem Sinne bereits erste Schritte unternommen und den Bürgermeister zu einer gemeinsamen Neuabstimmung der Maßnahme »Klima-Campus« mit Ratsvertretern, Stadtverwaltung und Bezirksregierung aufgefordert.

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