Planungen für die Neugestaltung der Ortsmitte werden konkret
Schönheitskur für Asseln

Lichtenau (WB). Seit vielen Jahren wünschen sich die Asselner Bürger eine Schönheitskur für ihr Dorf. Nun scheint der Wunsch endlich in Erfüllung zu gehen. Stadt und Land stellen rund 250.000 Euro für die Umgestaltung des Ortskerns in Aussicht.

Freitag, 01.11.2019, 12:36 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 12:40 Uhr
Die Ortsmitte von Asseln soll eine Aufwertung erfahren. Geplant ist, Spielplatz (Foto), die Festwiese und den Bereich, wo jetzt noch der alte Löschwasserteich ist, optisch verschmelzen zu lassen. Zu diesem Zweck soll der Teich trocken gelegt werden. Foto: Jörn Hannemann

Im März vergangenen Jahres wagte Ortsvorsteher Jörg Waltemate einen neuerlichen Vorstoß und beantragte die Neugestaltung der Dorfmitte. Und dann ging alles ganz schnell. Keine drei Wochen später bewilligte der Lich­tenauer Stadtrat 25.000 Euro für die Planung des Projektes. Das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Gasse, Schumacher und Schramm (Paderborn) setzte sich daraufhin mit den Dorfverantwortlichen und Bürgern zusammen, sammelte Ideen, nahm Anregungen und Kritik auf und stellte das Ergebnis schließlich Anfang September dieses Jahres in einer Bürgerversammlung vor. »Dort stieß das Projekt auf positive Resonanz«, bekräftigte Waltemate jetzt noch einmal in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend.

Löschwasserteich soll verschwinden

Ziel der Umgestaltung ist, die derzeit optisch durch Bewuchs und Wegeführung getrennten drei Bereiche Spielplatz, Löschwasserteich und Festwiese zu einer Einheit zu verschmelzen. So habe sich während vieler Gespräche herauskristallisiert, dass der Teich aus dem Ortsbild verschwinden soll. »Mit viel ehrenamtlichem Engagement haben sich Bürger 30 Jahre um das Gewässer gekümmert. Jetzt kommen sie aber gegen die Veralgung und Verschlammung des Sees nicht mehr an«, sagte Ortsvorsteher Waltemate in der Sitzung.

Gleichwohl wünsche man sich dort auch künftig ein Wasserelement, weil es an diesem tiefsten Punkt Asselns immer eine Wasserstelle gegeben habe. Planer Martin Gasse präsentierte an der jetzigen Stelle des Teichs ein sechs mal zwei Meter großes Becken, dessen Wasser im Winter abgelassen werden soll. Denkbar sei auch durch entsprechende Technik ein sprudelndes Element. Im Umfeld des Beckens sollen zudem Sitzbänke aufgestellt werden. Durch die Entnahme von Hölzern und der teilweisen Pflasterung der Flächen sollen die Bereiche mitein­ander zu einer Einheit verschmelzen. Dabei soll die Pflasterung aber nur so viel Raum einnehmen, dass abseits davon auf den Rasenflächen bei Veranstaltungen genügend Platz bleibt für die Aufstellung eines Festzeltes, eines Getränkepavillons und einer Würstchenbude.

Bürger wollen mit anpacken

Jörg Waltemate signalisierte, dass durch Eigenleistungen insbesondere bei den Abbrucharbeiten die Kosten noch einmal gesenkt werden könnten. Zudem hat das Regionalforum Südliches Paderborner Land das Projekt als förderfähig eingestuft und damit eine Übernahme von 65 Prozent der Kosten in Aussicht gestellt. Darüber hinaus haben sich Asselner Bürger bereits an der Sanierung des Spielplatzes beteiligt und Gelder gesammelt, um zusätzliche Spielgeräte zu finanzieren.

Ein Beschluss über die Neugestaltung der Asselner Ortsmitte soll in der Ratssitzung am 12. Dezember fallen, damit die notwendigen Mittel bei der Aufstellung des Haushaltes für das Jahr 2020 berücksichtigt werden können.

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