Gründung eines Hallenbauvereins auf den Weg gebracht
Bürgerhaus für Lichtenau geplant

Lichtenau (WB). Soll das marode Schützenhaus in Lichtenau durch den Neubau eines Bürgerhauses ersetzt werden? Über diese Frage soll ein Hallenbauverein entscheiden, dessen Gründung jetzt in die Wege geleitet worden ist.

Sonntag, 06.10.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 12:00 Uhr
Die Schützenhalle in Lichtenau (vorne, Mitte) wird wie hier beim Verbandstag der Feuerwehren aus dem Kreis Paderborn regelmäßig auch von anderen Vereinen genutzt. Foto: Patrick Gerlach

Nachdem der Vorstand des Heimatschutzvereins Lichtenau im Mai von seinen Mitgliedern den Auftrag erhalten hatte, die Möglichkeiten eines Neubaus auszuloten, konnte der Vorstand nun in einer Sitzung mit allen Vereinsvorständen und einer Bürgerversammlung über die Ergebnisse berichten. Ausgangslage war die Feststellung des Architektenbüro Köhler und Otto aus Leiberg, dass die Schützenhalle in sehr sanierungsbedürftigem Zustand sei.

»Die Halle kann noch genutzt werden, wenn wir aber nicht handeln, werden die zuständigen Behörden das Gebäude über kurz oder lang stilllegen«, sagte Oberst Ulrich Wigge. Eine Sanierung der Halle am jetzigen Standort würde etwa 1,4 Millionen Euro kosten. »Was man findet, wenn das Gebäude für eine Sanierung angefasst wird, weiß niemand«, erklärte Architekt Alexander Otto. Die Option einer Sanierung wurde denn auch durch das Votum der Mitglieder abgelehnt.

Neubau soll 1,8 Millionen Euro kosten

Ein Neubau der Halle summiere sich auf etwa 1,8 Millionen Euro – eine Summe, die nicht von einem Verein alleine aufgebracht werden könne. So entstand die Idee einer Gemeindehalle. »Die Vereine der Stadt sollen die Möglichkeit haben, sich an dem Konzept zu beteiligen. Wünsche und Bedarfe in Sachen Räumlichkeiten können genannt werden«, sagte Wigge.

Klar sei aber auch, dass kein Verein gezwungen werde, sich zu beteiligen. »Wir können dieses nur zusammen schaffen. Wenn die Halle wegfällt, fällt auch die Möglichkeit für viele Feiern weg«, stellte Wigge weiter fest. Schützenfest allein könne zur Not auch in einem Zelt gefeiert werden.

Ein Finanzierungsansatz ist, Fördergelder des Bundes oder der EU einzuwerben. Hierfür muss aber das Nutzungskonzept der Schützenhalle definiert werden. Eine Halle für Brauchtumsfeste allein, wie es ein Schützenfest ist, reiche dafür nicht aus. Darum gehen erste Überlegungen in Richtung einer Kulturhalle.

Grundstücksfrage noch ungeklärt

Anlässlich kursierender Gerüchte, dass das Grundstück, auf dem die Halle steht und das dem Schützenverein gehört, bereits verkauft sei, betonte Wigge, dass dies nicht der Fall sei und die Nutzung des Grundstückes davon abhänge, ob man eine Halle am gleichen Ort errichten wolle oder ein anderes Grundstück erworben werden müsse. Ein Neubau an alter Stelle würde aber einige Auflagen bedeuten, da der Standort inmitten eines Wohngebiets liege.

Um dieses Großprojekt in Angriff zu nehmen und Mittel und Wege zu finden, dieses umsetzen, soll nun ein Hallenbauverein gegründet werden. In den Verein eintreten kann jeder, der mit helfen möchte, das Projekt zu realisieren. Wer sich vorstellen kann, dem Verein beizutreten oder Fragen hat, kann sich bis zum 25. Oktober bei Ulrich Wigge unter Tel. 05295/997153 melden.

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