Freiwillige helfen bei der Renaturierung der Eggemoore bei Lichtenau
Voller Einsatz für die Natur

Lichtenau (WB). Mehr als 20 Freiwillige aus ganz Deutschland waren im Rahmen des Bergwaldprojekts ein letztes Mal im Einsatz in den Eggemooren bei Lichtenau. Sie arbeiteten ein Woche an der Wiedervernässung der Hoch- oder Regenmoore, um deren Renaturierung einzuleiten.

Sonntag, 08.09.2019, 15:51 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 15:54 Uhr
Mehr als 20 Freiwillige aus ganz Deutschland helfen in dieser Woche bei der Wiedervernässung der Moore bei Lichtenau.

Damit leisten sie einen Beitrag zum Erhalt des gefährdeten Lebensraumtyps und lernen diesen intensiv kennen. Ziele der Einsatzwoche waren, gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort zu leisten und die Sensibilisierung für eine nachhaltige Lebensweise auch über die Projektwoche hinaus.

Unter der Anleitung von Lutz Rohland vom Bergwaldprojekt haben die Ehrenamtlichen Weiden und Faulbaum im Eselsbett entbuscht, im Sauerbachtal Fichten und Weiden entnommen und Querbauwerke im Schwarzen Bruch errichtet. Kooperationspartner sind bei dem Projekt die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne und das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die Bezirksregierung, und Wald und Holz NRW mit seinem Regionalforstamt Hochstift.

Roland Schockemöhle vom Regionalforstamt Hochstift über den Einsatz: »Die Freiwilligen leisten in dieser erlebnisreichen Woche einen persönlichen Beitrag zur Renaturierung des faszinieren-den Ökosystems Hochmoor. Damit unterstützen sie die Biologen und uns Forstleute bei der praktischen Umsetzung der Erhaltungsmaßnahmen dieser schützenswerten Lebensräume.«

Bergwaldprojekt

Der gemeinnützige Verein Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich etwa 2500 Teilnehmern. . Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Anmeldungen zu den Projektwochen unter www.bergwaldprojekt.de. Ansprechpartner sind Christian Finke von der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne, Tel. 05250/7084116; Jan Preller (Regionalforstamt Hochstift), Tel: 05642/9497514; Projektleiter Lutz Rohland (Bergwaldprojekt), Tel. 0174/ 1335060.

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Die Maßnahmen sind Teil des »Life+«-Projekts Eggemoore, das von den drei letztgenannten Partnern bis 2019 umgesetzt wird. Finanziell gefördert werden sie mit Mitteln des Landes NRW und der Europäischen Union. Untergebracht war die Gruppe im Naturfreundehaus In der Schnat am Fuß des Velmerstots. Die Woche über kümmerte sich ein Koch um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Teilnehmer.

Neben der Arbeit war auch eine Exkursion geplant, um das Moor in seinen wichtigen Funktionen als Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und als enormen Wasser- und Kohlen-stoffspeicher näher kennenzulernen. Moore entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und spei-chern es im Torfkörper. Sie gehören zu den empfindlichsten und am stärksten gefährdeten Ökosystemen in Deutschland. 95 Prozent unserer Moore sind im Laufe der letzten Jahrhunderte vom Menschen zerstört worden. Dem Schutz und der Renaturierung der noch vorhandenen, oftmals stark beschädigten Restmoorflächen kommt eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz und für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu.

Lutz Rohland vom Bergwaldprojekt weiß außerdem: »Indem die Teilnehmerinnen und Teil-nehmer sich für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zur Natur. Die Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Ehrenamtlichen darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Somit tragen die Freiwilligen zu einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.«

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