Zehn Menschen bei Bus-Unglück auf A44 bei Lichtenau schwer verletzt
»Der Fahrer war ausgeruht«

Lichtenau/Hameln (WB). Bei einem Bus-Unglück auf der A44 bei Lichtenau (Kreis Paderborn) sind Sonntagnacht zehn Menschen schwer verletzt worden. David Schäfer, Busunternehmer aus Hameln, äußert sich zu dem Unglück. »Auch für uns ist dieser Unfall ein Schock«, schreibt er in einer Pressemitteilung.

Sonntag, 07.07.2019, 14:50 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 08:32 Uhr
Bei einem Bus-Unglück auf der A44 bei Lichtenau wurden zehn Menschen schwer verletzt. Mehr als 100 Rettungskräfte waren im Einsatz. Foto: Lukas Brekenkamp

Der 52-jährige Busfahrer hatte in der Nacht zum Sonntag die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und war von der Fahrbahn abgekommen . »Der Fahrer zum Unfallzeitpunkt ist seit 20 Jahren in unserem Unternehmen tätig und gilt als besonders zuverlässig«, schreibt Schäfer in einer Pressemitteilung. Der Fahrer habe zuvor mehrere freie Tage gehabt und sei die Reise ausgeruht angetreten. Der Bus vom Typ Neoplan Tourliner ist nach Angaben des Unternehmers erst fünf Jahre alte. »Am 5. Juli 2019 hatte er seine letzte Hauptuntersuchung ohne Mängel bestanden.«

»Wir hatten noch nie ein so schwerwiegendes Unfallereignis«

Der Bus aus Hameln, in dem 38 Fahrgäste saßen, kippte um und blieb auf der rechten Seite liegen. Neben den zehn Schwerverletzten erlitten die 30 weiteren Mitfahrer leichte Verletzungen. Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter kümmerten sich um die Betroffenen.

»Unser seit 1952 bestehendes Unternehmen hatte noch nie ein so schwerwiegendes Unfallereignis. Unsere Gedanken sind derzeit bei den Verunglückten und deren Familien. Mit allen Verletzten hoffen wir auf eine schnelle und vollständige Genesung«, schreibt der Unternehmer.

Die A44 wurde für die Dauer der Bergung für rund vier Stunden in beide Richtungen voll gesperrt. Zwischenzeitlich staute sich der Verkehr in Richtung Kassel auf zwei Kilometer. Wieso der Busfahrer von der Fahrbahn abkam, war zunächst unklar.

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