Altenautal in Lichtenau soll verstärkt Besucher aus Paderborn anziehen
Natur-Entdecker willkommen

Lichtenau (WB/han). Das Altenautal soll für Erholungssuchende aus dem Raum Paderborn attraktiver werden. Die Stadt Lichtenau strebt eine entsprechende Vermarktung an.

Samstag, 02.03.2019, 06:00 Uhr
Erholung und Naturerlebnisse am Wasser verspricht der Quellgarten in Henglarn, der jetzt aufgewertet wird. Dr. Matthias Preißler (Stadt Lichtenau), Johannes Niggemeyer (Heimatverein) und Bürgermeister Josef Hartmann machen sich vor Ort ein Bild. Foto: Jörn Hannemann

Über das Thema haben sich jetzt die Mitglieder des Energie-, Umwelt- und Forstausschusses informiert.

In Henglarn, Atteln und Husen, aber auch darüber hinaus gibt es zurzeit eine ganze Reihe von Projekten, die aus unterschiedlichen Fördertöpfen (mit-)finanziert werden und interessante Sehenswürdigkeiten noch schöner, familienfreundlicher und vor allem barrierefrei machen sollen.

Und damit das bekannt wird, möchte die Stadt verstärkt werben und Besucher aus dem nahen Raum Paderborn ansprechen. Davon, so die Überlegung, könnten dann auch das Gastronomie- und das Übernachtungsgewerbe profitieren.

Im Rahmen des Efre-Projektes »Natur und Kultur für alle« gehen zurzeit die Arbeiten zur Erschließung des Quellgartens in Henglarn ihrem Ende entgegen. Ziel ist es, die Quellen der Altenau, die dort aus dem Boden aufsteigen, für Besucher mit und ohne Handicap erlebbar zu machen und Aufenthaltsqualität in der Natur zu bieten. Entstanden ist unter anderem ein neuer Rundweg.

Das Projekt ergänzt sich perfekt mit der jetzt vom Wasserverband Obere Lippe (WOL) abgeschlossenen Renaturierungsmaßnahme der Altenau in unmittelbarer Nachbarschaft (das WV berichtete am Donnerstag, 28. Februar). Und während die touristischen Besucher wohl erst mit Beginn der wärmeren Jahreszeit zu erwarten sind, zieht das Areal bereits jetzt Fachpublikum an.

Vertreter der Bezirksregierungen Arnsberg und Detmold, berichtete Planer Hans-Joachim Berger, hätten sich vor Ort ein Bild von der beispielhaft gelungenen Renaturierungsmaßnahme gemacht.

Ein Rund-Radweg, der vom neu gestalteten Quellgebiet in Henglarn über Atteln, Husen und wieder zurück nach Henglarn führt, wird in diesen Tagen ausgeschildert. Er ist eine von insgesamt drei geplanten neuen Radrouten im Raum Lichtenau.

Ebenfalls mit Efre-Mitteln gefördert wurde die barrierefreie Umgestaltung des Wallfahrtsgeländes im Marienwallfahrtsort Kleinenberg. Weitere kleinere Projekte plant der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge, der bereits einen GPS-Pfad für Kinder am renaturierten Hochwasserrückhaltebecken in Husen realisiert hat, in Henglarn, Husen, Atteln und Blankenrode.

Die schon länger geplante Aufwertung des Steinkammergrabs in Atteln soll nun in diesem Jahr angegangen und aus Leader-Mitteln mitfinanziert werden.

Der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge hat sich bei einem Landeswettbewerb aller Naturparke in Nordrhein-Westfalen mit dem Projekt »Familien.Zeit.Natur« beworben und den zweiten Platz belegt. Das Projekt läuft bis zum Jahr 2021, die Fördersumme beträgt 220.000 Euro, mit denen in den Gebieten aller sechs Mitgliedskommunen Projekte umgesetzt werden.

Bestehende und neue Angebote sollen bekannter und damit zugänglicher gemacht werden. Dazu bereitet der Naturpark zurzeit ein Projekt mit dem Titel »Lebendige Altenau« vor.

Viele der touristischen Anlaufpunkte, die jetzt aufgewertet werden sollen, liegen direkt am oder in der Nähe des Sintfeldhöhenwegs. Er führt als 144 Kilometer langer Rundwanderweg in sechs Tagesetappen durch die Städte Büren, Bad Wünnenberg und Lichtenau und soll ebenfalls genutzt werden, um Menschen für die Sehenswürdigkeiten entlang der Route zu interessieren.

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