Neuer Jugendtreff in Lichtenau kommt gut an Im »Fifteens« haben alle Spaß

Lichtenau (WB). Nachdem sich die katholische Kirche aus der offenen Jugendarbeit in Lichtenau zurückgezogen hat, ist die Stadt in die Bresche gesprungen. Inzwischen zeigt sich: Der Jugendtreff »Fifteens« im neuen Ärztehaus kommt super an.

Von Hanne Hagelgans
Freuen sich, dass der Jugendtreff »Fifteens« gut gestartet ist (vorne von links): Julia Rosenkranz, Denise Hüllen, Nadine Kalbhen und Vanessa Tegethoff sowie (hinten von links) Bürgermeister Josef Hartmann und Stellvertreter Jörg Altemeier.
Freuen sich, dass der Jugendtreff »Fifteens« gut gestartet ist (vorne von links): Julia Rosenkranz, Denise Hüllen, Nadine Kalbhen und Vanessa Tegethoff sowie (hinten von links) Bürgermeister Josef Hartmann und Stellvertreter Jörg Altemeier. Foto: Hagelgans

Es duftet nach Popcorn und frisch gebackenen Muffins im Erdgeschoss des Neubaus mitten in der Kernstadt. In dem großen Raum mit offener Küche, Sofa-Landschaft, Sitzgruppen und einem Kicker-Tisch fällt Sonnenschein. Die Wände sind weiß gestrichen, Wand-Tatoos, Kissen und Blumenvasen in Knallrot sorgen für fröhliche Farbtupfer. Wer bei einem Jugendtreff sofort an muffige Kellerräume, schlecht gemalte Graffiti und durchgesessene Uralt-Sofas denken muss, wird hier positiv enttäuscht.

Der offene Kinder- und Jugendtreff, der im Januar seinen Betrieb aufgenommen hat, ist zwei Mal in der Woche für jeweils vier Stunden geöffnet und soll ein zentraler Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet sein. Dienstags und donnerstags sind von 16 bis 18 Uhr zunächst die Jüngeren im Alter von sechs bis zwölf Jahren willkommen. Von 18 bis 20 Uhr kommen dann die Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren. Anmeldungen oder eine Verpflichtung gibt es nicht. Jeder kann kommen und gehen, wie er gerade mag, so sieht es das offene Konzept vor.

Namensgeber gesucht

»Fifteens«, der Name des neuen Jugendtreffs, nimmt den Begriff Teens oder Teenager auf und erinnert zugleich an die 15 Ortsteile der Stadt, für die er ja die zentrale Anlaufstelle sein soll. Beim Kindertag im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung um Namensvorschläge für den neuen Treff gebeten. »Fifteens hat uns gleich gut gefallen«, erzählt Denise Hüllen. Leider ist allerdings nicht mehr festzustellen, von wem die Idee kam. Der Namensgeber sollte sich im Rathaus melden, wünschen sich die Mitarbeiterinnen, damit er ein kleines Dankeschön bekommen kann.

»Der Besuch hat sich von Woche zu Woche gesteigert«, erzählt Denise Hüllen, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Nadine Kalbhen als Sozialarbeiterin für die Jugendlichen da ist. So um die 30 Besucher seien eigentlich stets im Treff. Besonders gerne mögen es die Jungen und Mädchen, wenn gemeinsam gekocht oder gebacken wird. Kickertisch und Spielkonsole seien ebenfalls gefragt, aber auch klassische Brettspiele. Und gemeinsam erzählen und kichern geht sowieso immer... Viele der Jugendlichen hätten sich erst über den Treffpunkt kennengelernt, wissen die Betreuerinnen. »Es ist schön zu sehen, wie die sich hier zusammenfinden«, meint Denise Hüllen. Inzwischen gebe es auch eine Whatts-App-Gruppe, über die sich die Kinder verabreden.

Die neue Anlaufstelle ist ein Baustein im neuen Konzept der städtischen Jugendarbeit in Lichtenau. Zusätzlich sollen die bestehenden Angebote in den Dörfern, die oft die Landjugend betreibt, mit Unterstützung der Stadt besser vernetzt werden.

Ebenfalls in Regie der Stadt gibt es ein monatliches Aktionsprogramm. Hier können die Jugendlichen zum Beispiel Karnevals- oder Halloween-Partys feiern, sich zum gemeinsamen Frühstück treffen oder basteln. Ein Beauty-Tag nur für Mädchen gehört ebenso zum Angebot wie ein Zocker-Tag mit Kicker, Dart und Airhockey, bei dem die Jungs unter sich bleiben. »Diese Angebote sind immer schnell ausgebucht«, weiß Julia Rosenkranz, die im Rathaus für die Jugendarbeit verantwortlich ist. Ebenfalls sehr gefragt seien die Veranstaltungen des Sommerferienprogramms, das seit 2015 angeboten wird. Im vergangenen Jahr machten 380 Jungen und Mädchen mit.

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