Tiere haben im Paderborner Land Nachwuchs bekommen Störche bremsen Windräder aus

Lichtenau (WB/pic/seb). Der Brutplatz eines Schwarzstorchpaares in Paderborn-Dahl war im Vorjahr keine Eintagsfliege. Die Tiere sind aus dem Winterquartier zum vertrauten Horst zurückgekehrt und haben Nachwuchs bekommen. Landrat Manfred Müller (CDU) will aus der Storchenheimkehr Konsequenzen für den Betrieb mehrerer Windkraftanlagen ziehen.

Kamera-Aufnahmen beweisen: Das Schwarzstorchenpaar ist zurückgekehrt und hat Nachwuchs im Paderborner Land bekommen. Deshalb will der Landrat vier Windkraftanlagen in jedem Sommer tagsüber abschalten.
Kamera-Aufnahmen beweisen: Das Schwarzstorchenpaar ist zurückgekehrt und hat Nachwuchs im Paderborner Land bekommen. Deshalb will der Landrat vier Windkraftanlagen in jedem Sommer tagsüber abschalten. Foto: Dr. Günter Bockwinkel

Vier genehmigte Windräder, von denen eines noch nicht gebaut ist, sollen im Windpark Hassel in Lichtenau künftig im Sommer von Mai bis August dauerhaft tagsüber bis in die späten Abendstunden abgeschaltet werden. Das Tötungsrisiko für die artenbedrohten Störche sei zu groß, teilte der Landrat am Dienstag mit. Der Storchen-Horst liege gefährlich nahe an den Windkraftanlagen. Deshalb will er die Betriebsgenehmigung teilweise zurückziehen. Den betroffenen Windinvestoren drohen Einnahmeverluste.

Der Landrat legt die letzte Entscheidung zur Stilllegung der vier Anlagen tagsüber zur Sommerzeit in die Hände von Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne). »Der Kreis Paderborn rechnet mit einer baldigen Antwort«, sagt Landrat Müller.

Windkraft-Investor Johannes Lackmann will Gespräche mit dem Landesumweltministerium führen, um die Landrat-Ankündigung zu kippen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch, 10. Mai, im WESTFALEN-BLATT/Lokalteil Paderborn.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.