Hövelhofer Verpackungsspezialist will Maschinen kaufen und eine neue Halle an der Industriestraße bauen
Laufer plant Millionen-Investition

Hövelhof -

„Laufer packt‘s“ lautet der Werbeslogan des Hövelhofer Verpackungsspezialisten Laufer. Für 2021 müsste dieses Motto eigentlich erweitert werden in „Laufer packt‘s an“: Das Unternehmen plant eine Millionen-Investition in der Senne­gemeinde.

Montag, 11.01.2021, 03:00 Uhr
Ihren Stammsitz hat die Firma Laufer an der Industriestraße in Hövelhof. Weitere Standorte gibt es am Schierbusch sowie in Altenbeken-Buke. Foto: Jörn Hannemann

„Damit möchten wir unsere Firma mindestens für die kommenden zehn Jahre stabil aufstellen und unseren Bauchladen, also unser Angebotsportfolio, füllen und erweitern“, sagt Vertriebsleiter Thomas Bredenbals, der die Ausbaupläne jetzt zusammen mit Geschäftsführer Daniel Laufer vorgestellt hat. Mehr als drei Millionen Euro sollen insgesamt investiert werden.

Laufers Vater Wolfgang hatte das Unternehmen 1977 gegründet. Inzwischen beschäftigt der Betrieb an drei Standorten (in Hövelhof an der Industriestraße und am Schierbusch sowie seit 2005 in Altenbeken-Buke) 160 Mitarbeiter, die individuelle Wellpappenverpackungen nach Kundenwunsch fertigen. 60.000 verschiedene Artikel sind im Angebot.

Am Hauptwerk an der Industriestraße plant Laufer in diesem Jahr, eine neue, zweigeschossige Halle von 800 Quadratmetern Größe zu bauen. Derzeit wird der Bauantrag vorbereitet. Das dürfte die letzte Möglichkeit sein, auf diesem Gelände zu erweitern. Die Halle soll vornehmlich als Lager für Werkzeuge und Klischees, also Druckformen, genutzt werden.

Julian Rieke, Martin Fecke, Daniel Laufer und Thomas Bredenbals (von links) an der Stelle, an der bald die neue Halle der Firma Laufer gebaut werden soll.

Julian Rieke, Martin Fecke, Daniel Laufer und Thomas Bredenbals (von links) an der Stelle, an der bald die neue Halle der Firma Laufer gebaut werden soll. Foto: Laufer

Die Besonderheit wird ein automatisches Ein- und Ausgabesystem sein“, erläutert Daniel Laufer. „Wird ein spezielles Klischee oder Werkzeug benötigt, erhält es der Mitarbeiter künftig am Ausgabepunkt teilautomatisiert ausgehändigt. Ebenso teilautomatisiert erfolgt die Rückgabe und Wiedereinlagerung.“ Das spare Zeit, da das Suchen entfalle, und auch die Regalsysteme könnten deutlich effektiver und höher aufgebaut und genutzt werden.

Im neuen Lager sollen zudem weitere integrative Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstehen, ergänzt Thomas Bredenbals. Aktuell bietet Laufer bereits drei Mitarbeitern mit einer geistigen oder psychischen Behinderung einen Arbeitsplatz in der Konfektionierung am Schierbusch.

Durch die neue Lagerhalle an der Industriestraße wird mehr Platz geschaffen in der Produktionshalle, in der die Werkzeuge und Druck­formen derzeit noch lagern. „Mit dem neu gewonnenen Platz haben wir viel vor“, sagt Daniel Laufer. So soll die bestehende Inliner-Maschine gegen eine deutlich größere mit einer Arbeitsbreite von dann 3,1 Metern ausgetauscht werden. Die Maschine selbst ist mehr als 25 Meter lang. Zudem sind eine zweite sogenannte Faltschachtelklebemaschine und ein größerer und schnellerer Digitaldrucker bestellt worden.

Auch die EDV soll in diesem Jahr komplett umgestellt werden. Erste Mitarbeiterschulungen dazu liefen bereits. „Eine komplette Systemumstellung inklusive Einbindung aller drei Standorte, jeder Maschine und einem neuen Stapler-Leitsystem ist ein großes Paket“, sagt Daniel Laufer. „Eine Aufgabe, die wir mit viel Respekt angehen.“

Auch in den Fuhrpark soll weiter investiert werden. Bereits am Netz ist die große Solaranlage am Hauptstandort an der Industriestraße. Daniel Laufer: „Wir schaffen bei gutem Wetter eine zum 100 Prozent eigene Stromversorgung.“

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