Hövelhofs Bürgermeister bringt neue Variante ins Spiel – weiterer Vorschlag ist ein Therapiezentrum
Neues Sennebad: Außenbecken möglich?

Hövelhof -

In der Diskussion um einen möglichen Neubau des maroden Sennebades hat Bürgermeister Michael Berens vorgeschlagen, auch über ein zusätzliches Außenschwimmbecken nachzudenken. Eine weitere Idee, die aus der Ärzteschaft an ihn herangetragen worden sei, sei ein dort integriertes Therapiezentrum zum Beispiel für Patienten mit Rückenproblemen.

Mittwoch, 09.12.2020, 19:30 Uhr
Das Anfang der 1970er Jahre erbaute Sennebad ist marode. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet soll es bis spätestens Juni einen Bürgerentscheid zum Thema Hallenbad-Neubau geben . In einer Machbarkeitsstudie waren verschiedene Neubauvarianten vorgestellt worden, aber keine, die auch ein Außenschwimmbecken beinhaltet. „Das soll kein vollwertiges Freibad werden, aber wir könnten nach einer Möglichkeit schauen, um Schwimmern auch draußen etwas anzubieten“, sagte Michael Berens am Dienstagabend im Ausschuss für Familie, Sport und Kultur. Eine weitere Idee sei, das neue Bad auch als Therapiezen­trum zu nutzen. Rückenpatienten müssten derzeit für derartige therapeutische Kurse teilweise bis nach Bad Waldliesborn, einem Ortsteil von Lippstadt, fahren. „Ein solches Therapiezentrum könnte zum Ertrag eines neuen Hallenbades beitragen“, erläuterte der Bürgermeister.

In der Machbarkeitsstudie des Büros Constrata aus Bielefeld war als Basisvariante ein 25-Meter-Becken und ein zusätzliches Lehrschwimmbecken vorgestellt worden. Eine erste Variante wäre die Ergänzung um einen Drei-Meter-Sprungturm (und möglicherweise eine Boulder-Kletterwand), eine weitere Option wäre ein spezieller Bereich für Kleinkinder. Die Maximalvariante beinhaltet 25-Meter-Becken mit Sprungturm, Lehrschwimmbecken und Kleinkinderbecken.

Bürgermeister Michael Berens geht nicht davon aus, dass das alte Bad, das seit März wegen der Corona-Pandemie und einer veralteten Lüftungsanlage geschlossen ist, noch einmal öffnen kann. „Im Keller tropft es überall, auch in die technischen Anlagen hinein“, schilderte er seine Eindrücke von einem Ortstermin. Die Mitarbeiter des Hallenbades seien derzeit in anderen Bereichen der Gemeindeverwaltung eingesetzt, zum Beispiel als Alltagshelfer in kommunalen Kindergärten oder als Unterstützung des Ordnungsamtes, unter anderem zur Kontrolle der Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen.

Aktuell läuft eine Bürgerumfrage , bei der sich nach Angaben von Michael Berens bisher die große Mehrheit für eine XXL-Variante des Hallenbades mit Sprungturm und Kinderbecken ausgesprochen hat. „Die Tendenz geht auf jeden Fall deutlich Richtung Neubau“, sagte Berens. Im kommenden Jahr sollen die Ergebnisse aus dieser Umfrage in den politischen Gremien vorgestellt werden. Der Ausschuss für Familie, Sport und Kultur soll dann möglichst im März die Fragestellung für den Bürgerentscheid diskutieren und dem Rat zur endgültigen Abstimmung vorschlagen.

Falls es zum Neubau komme, müsse man auch über die passende Organisationsform des neuen Hallenbades nachdenken, sagte der Bürgermeister: „Das kann wie bisher auch unter dem Dach der Gemeindeverwaltung laufen, man könnte das Bad aber auch in eine GmbH ausgliedern. Das müssten wir nochmal mit einem Steuerberater thematisieren.“ Ebenfalls in Planung ist die Gründung eines Fördervereins , in dem sich auch die Hövelhofer Wirtschaft engagieren könnte.

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