Leiter der Hövelhofer Grundschulen nehmen Stellung zur Diskussion um Anmeldezahlen
„Nicht zum Spielball der Politik werden“

Hövelhof -

Zur Diskussion um die Anmeldezahlen an den Grundschulen haben die Schulleiter Christine Kirchner (Kirchschule) und Klaus Schäfers (Grundschulverbund Senne) Stellung genommen. Wie berichtet hatte es für die zweizügige Mühlenschule mehr Anmeldungen als für die vierzügige Kirchschule gegeben.

Dienstag, 01.12.2020, 17:41 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 07:36 Uhr
Die Hövelhofer Kirchschule Foto: Oliver Schwabe

Die Gemeinde will die Zahl der Schüler, die an der Mühlenschule aufgenommen werden, künftig begrenzen . „Es ist nicht ungewöhnlich, dass zwei Grundschulen an einem Ort mit je eigenem Profil unterschiedlich wahrgenommen werden“, schreiben Kirchner und Schäfers. In Hövelhof sei die Tendenz einiger Eltern aus dem Umfeld der Kirchschule, ihre Kinder an der Mühlenschule anzumelden, seit Jahren zu verzeichnen.

Über die Motivation könne es nur Vermutungen geben. Die Erinnerung an die eigene Schulzeit könne die Entscheidung beeinflussen. Die befürwortende oder ablehnende Haltung zur Inklusion beeinflusse genauso die Entscheidung wie der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund. Andere Gründe lägen im persönlichen Bereich der Familien begründet, wie Freundschaften aus dem Kindergarten, Großeltern oder anderer Bezugspersonen in der Nähe der anderen Grundschule oder die Nähe zum eigenen Arbeitsplatz.

Aus Sicht der Schulleitungen beider Schulen seien Entscheidungen gegen die nächstgelegene Grundschule nicht außergewöhnlich oder besonders kritisch zu sehen, auch wenn die individuellen Beweggründe nicht in jedem Fall nachvollzogen werden können. Die Grundschulen in Hövelhof seien hinsichtlich der räumlichen und sächlichen Ausstattung, der Lehrerkollegien und der pädagogischen Arbeit auf hohem Niveau tätig und böten allen Schülern beste Lernbedingungen.

„Über ihre jeweiligen Konzepte und alle Fragen rund um das Schulleben geben beide Schulleitungen allen Interessierten gerne Auskunft, insbesondere auch allen politischen Mandatsträgern, damit unqualifizierte und rufschädigende Fragen nicht in den öffentlichen Raum hineingebracht werden, sondern durch solide Recherchearbeit im direkten Kontakt geklärt werden können. Die wertvolle pädagogische Arbeit sollte nicht zum Spielball der Politik werden“, so die Schulleiter.

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