Neues Asylbewerberheim in Hövelhof kostet etwa eine Million Euro
Vor allem Platz für Familien

Hövelhof -

Die Asylbewerberzahlen in Hövelhof sind rückläufig – wie lange das so bleibt, kann aber niemand vorhersagen. Um auf Neuzuweisungen vorbereitet zu sein, hat die Sennegemeinde rund eine Million Euro in eine neue Flüchtlingsunterkunft an der Bielefelder Straße investiert. Die Bauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen.

Dienstag, 01.12.2020, 05:13 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 05:20 Uhr
Heike Vahle aus dem Bauamt der Gemeinde Hövelhof auf der Baustelle. Die neuen Wohnungen eignen sich im Gegensatz zu anderen Unterkünften vor allem für Familien. Foto: Meike Oblau

„Der Neubau hat acht Wohnungen, die jeweils 46 Quadratmeter groß sind“, sagt Heike Vahle aus dem Bauamt. Nach anfänglichen Überlegungen, das Haus in Holzrahmenbauweise zu errichten, entschied sich die Verwaltung dann doch für einen Massivbau. Alle acht Wohnungen (vier im Erdgeschoss, vier im ersten Stock) verfügen über separate Eingänge von außen, sodass es keine Hausflure oder Treppenhäuser für alle gibt. Jede Wohnung besteht aus einem Wohnbereich mit Kochnische, zwei Schlafzimmern und einem Bad. „Besonders geeignet sind die Unterkünfte für Familien“, sagt Heike Vahle – denn diese waren in den kommunalen Gebäuden bisher eher schlecht als recht unterzubringen.

Als die Planungen für den Neubau an der Bielefelder Straße im September vergangenen Jahres im Bauausschuss vorgestellt wurden , hatte Bürgermeister Michael Berens die Zahl der in Hövelhof lebenden Asylbewerber mit etwa 150 angegeben. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung leben aktuell 69 zugewiesene Asylbewerber in Hövelhof (38 von ihnen im laufenden Asylverfahren, 31 lediglich geduldet). Von diesen 69 Personen wohnen 28 in kommunalen Flüchtlingsunterkünften und 41 in Privatwohnungen. Außerdem bewohnen derzeit auch noch 51 bereits anerkannte Flüchtlinge Zimmer in kommunalen Unterkünften. Die Menschen stammen aus Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, Pakistan, Indien, Bangladesch, Syrien, Irak, Türkei, Afghanistan, Armenien, Nigeria, Ägypten, Guinea, Ghana, Marokko und Mali. Die bereits anerkannten Flüchtlinge sind verpflichtet, ihren Wohnsitz mindestens drei Jahre lang in Hövelhof zu nehmen.

So sieht das fast fertige Gebäude mit insgesamt acht Wohnungen auf zwei Etagen aus.

So sieht das fast fertige Gebäude mit insgesamt acht Wohnungen auf zwei Etagen aus. Foto: Meike Oblau

Insgesamt hat Hövelhof in neun Immobilien Platz für 211 Personen, unter anderem an der Bielefelder Straße (Altbau, Container und bald im Neubau), im ehemaligen Landhaus Ahmet an der Gütersloher Straße kurz vor Kaunitz, am Mühlenweg und in der früheren Bücherei an der Bahnhofstraße. In den meisten Unterkünften gibt es aber keine separaten Bäder und Küchen, sondern Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftsküchen.

Trotz des Neubaus an der Bielefelder Straße sollen die Container, die dort bereits seit einigen Jahren im Einsatz sind, zunächst weiter stehen bleiben, um auf mögliche weitere Zuweisungen von Asylbewerbern vorbereitet zu sein. Die Container gehören der Gemeinde und kosten somit keine monatliche Miete.

Der Neubau nebenan soll schon in Kürze bezugsfertig sein. Geplant ist auch die weitere Gestaltung des Außenbereichs. Mit Unterstützung der Kolpingsfamilie wurde auch bereits ein kleiner Spielplatz auf dem Gelände angelegt.

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