Jahrzehntelanger Behelf an der Henkenwiese hat bald ein Ende
Nächste Dusche in 2,4 Kilometern – FC Hövelriege bekommt neuen Trainingsplatz

Hövelriege -

Ein Fußballplatz ohne Umkleiden, Duschen und Toiletten: Damit lebt der FC Hövelriege seit Jahrzehnten. Kicker, die auf dem Sportplatz Henkenwiese an der Detmolder Straße trainiert oder ein Spiel absolviert haben, müssen danach 2,4 Kilometer bis zur Dusche am Birkenwaldstadion zurücklegen. Aber das Provisorium hat bald ein Ende: Der 400 Mitglieder starke Verein bekommt einen neuen Platz.

Dienstag, 10.11.2020, 03:38 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 17:00 Uhr
An der Detmolder Straße gibt es nur einen Unterstand, aber weder Duschen noch Umkleiden.Meike Oblau Foto: Meike Oblau

Bürgermeister Michael Berens, Vereinsvorsitzender Michael Henkenjohann, sein Stellvertreter Thomas Merschjohann und Bauunternehmer Hermann Meiwes trafen sich am Montag zum symbolischen ersten Spatenstich am Unterrieger Kirchweg. Dort, direkt am Birkenwaldstadion und am Sportheim des FC Hövelriege, soll bis zum Frühjahr der neue Sport- und Trainingsplatz entstehen. 400.000 Euro hat die Gemeinde Hövelhof dafür bereit gestellt, die Mitglieder des FC Hövelriege werden kräftig bei den Bauarbeiten mit anpacken, und auch Sponsoren stehen dem Verein zur Seite. „Außerdem werden wir dem Rat vorschlagen, im Haushalt 2021 zusätzlich finanzielle Mittel für einen neuen Parkplatz zur Verfügung zu stellen“, sagte Bürgermeister Michael Berens am Montag. Zusätzlich zu der kleinen Parkfläche am Sportheim sollen direkt am Trainingsplatz auf der anderen Straßenseite etwa 50 weitere Abstellmöglichkeiten für Autos entstehen.

Aktuell hat der FC Hövelriege etwa 400 Mitglieder, vornehmlich in der Fußballabteilung mit acht Jugend- und fünf Seniorenteams. Die beiden Damenmannschaften bilden eine Spielgemeinschaft mit Stukenbrock. Aus der Nachbarkommune kommt übrigens auch der Bauunternehmer, der im Auftrag der Gemeinde den neuen Sportplatz baut.

Die Planungen für den neuen Sportplatz waren bereits im Herbst 2017 im Bauausschuss vorgestellt worden. „Insgesamt haben wir uns jetzt aber bestimmt schon 15 Jahre mit der unbefriedigenden Spiel- und Trainingssituation in Hövelriege beschäftigt“, sagte Bürgermeister Michael Berens. Gerade für die Damenmannschaften seien die fehlenden Umkleiden an der Henkenwiese eigentlich untragbar gewesen. „Wir haben nahe des Birkenwaldstadions lange nach Flächen gesucht und konnten letztlich drei Eigentümer überzeugen, uns Grundstücke am Unterrieger Kirchweg zu verpachten beziehungsweise einen Tausch mit uns zu vollziehen“, sagte Berens. Das Areal an der Henkenwiese wird nach Fertigstellung des neuen Platzes aufgegeben.

Dass es seit dem Beschluss des Gemeinderates 2017 nun so lange dauerte, bis in Hövelriege die ersten Bagger rollten, hat damit zu tun, dass nicht nur ein Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan geändert werden musste, sondern auch Naturschutzgutachten erstellt werden mussten. Außerdem musste genau geplant werden, wie der neue Sportplatz, der im Gegensatz zum Birkenwaldstadion auch Flutlicht bekommen wird, angelegt wird, da über dem Areal eine Hochspannungsleitung verläuft.

Die Henkenwiese an der Detmolder Straße hat als Ausweichsportplatz bald ausgedient.

Die Henkenwiese an der Detmolder Straße hat als Ausweichsportplatz bald ausgedient. Foto: Meike Oblau

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7672224?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851066%2F
Maskenattest: Diagnose nennen ist nicht Pflicht
Beschäftigte in den Ordnungsämtern kontrollieren - wie hier in Pforzheim - die Maskenpflicht.
Nachrichten-Ticker