In Hövelhof ist der Spielplatz am Hermann-Löns-Platz umgestaltet worden
Wünsche der Kinder finden Gehör

Hövelhof (WB). Die neuen Holztiere haben es Luise (4) und ihrem Bruder Matti (3) besonders angetan: Auf dem neu gestalteten Spielplatz am Hermann-Löns-Platz stehen seit dem Spätsommer zwei Heidschnucken und ein Senner Pferd – zum Wippen und Spielen.

Freitag, 06.11.2020, 05:00 Uhr
Genau so wollten sie es haben: Die Kinder vom Hermann-Löns-Platz lieben den neu gestalteten Spielplatz. Das Foto entstand noch im Oktober.

Das umgestaltete Areal kommt bei kleinen und großen Besuchern sehr gut an. Kein Wunder, waren doch die Anwohner Ende 2018 eigens zu einem Workshop ins Rathaus eingeladen worden, um ihren „Wunsch-Spielplatz“ zu kreieren. Gemeinsam mit Heike Vahle aus dem Hövelhofer Bauamt und den Planerinnen des Büros Stadtkinder aus Dortmund planten und bastelten die Teilnehmer, was das Zeug hielt. Bei einem zweiten Treffen, auf dem das Büro Stadtkinder einen ersten Entwurf für die Umgestaltung der Fläche vorstellte , wurde weiter diskutiert.

Schnucken und Pferd als Wipp-Tiere

Herausgekommen ist nun ein Platz, der allen Nutzern gerecht wird: Es gibt einen Spielbereich für kleinere Kinder mit einem Holzpodest und einem Seilzug, mit dem Sand nach oben transportiert werden kann. Es gibt die Wipp-Tiere, die an die Hövelhofer Heidschnucken und die Senner Pferde erinnern. Der Spielbereich für die größeren Kinder wird von einer Dreifach-Kontaktschaukel und einer Rutsche samt Balancierbalken und Kletterwand dominiert. Die Erwachsenen finden rund um die neu gestaltete Fläche am „Franzosenstein“ nicht nur sennetypische Bepflanzung mit Heidekraut und Gräsern, sondern auch eine Sitzecke mit Bänken, die zum Klönen einlädt. Und bei all diesen neuen Attraktionen bleibt auf dem 3000 Quadratmeter großen Areal unweit der Jägerstraße auch immer noch genug Platz zum Toben, Fangenspielen, Kicken und für Nachbarschaftsfeste.

Sitzbereich am Franzosenstein

Genau so hatte es auf dem Wunschzettel gestanden, der im Rahmen des Anwohnerworkshops entstanden war. Eine Schaukel war zum Beispiel eigentlich gar nicht vorgesehen, sie kam auf ausdrücklichen Wunsch der Kinder dazu, ebenso wie das kleine Holzhaus als Rückzugsort am Rutschenturm. Für die Umsetzung der Planung sorgten Unternehmen aus der Umgebung: Daniel Westhoff von Hasendorf-Spielgeräte baute die Spielplatzbereiche (mit Ausnahme der Wipptiere). Die Wegeführung, die Neugestaltung des Bereichs rund um den Franzosenstein und die Versetzung des kleinen Trampolins an einen neuen Standort erledigte die Firma Bruno Mersch Garten- und Landschaftsbau, ebenfalls aus Hövelhof. Involviert war zudem Hofservice Höpfl aus Delbrück.

Mobiliar wie im Schlossgarten

„Für den Bereich rund um den Franzosenstein haben wir dasselbe Mobiliar ausgewählt wie im Schlossgarten“, sagt Bauamts-Mitarbeiterin Heike Vahle. Beim Aufbau der Spielgeräte habe man besondere Maßnahmen ergriffen, um die Wurzeln des alten Baumbestands nicht zu gefährden: „Deswegen haben wir die Sandbereiche oben drauf gesetzt, statt auszukoffern.“ Wert gelegt wurde auf natürliche Materialien wie Holz und Stein.

„Wir werden mit den Anwohnern im Gespräch bleiben, ob über das jetzt Gebaute hinaus noch etwas gewünscht ist“, sagt Vahle. Offen ist zum Beispiel noch, ob zumindest Teile des Platzes mit Findlingen oder Baumstämmen abgegrenzt werden, auch, um zu verhindern, dass rund um die Fläche Autos parken. Ein von den Anwohnern gewünschter Tisch fehlt ebenfalls noch. „Und eine kleine Boulebahn wäre toll“, sagt Anwohnerin Elke Vullhorst im Gespräch mit dem WB.

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