Hövelhofer Wassersportler sind seit Schließung des Sennebades „heimatlos“
Schwimmverein setzt Betrieb aus

Hövelhof (WB/mobl). Bereits seit der coronabedingten Schließung des Sennebades im April liegt der Trainingsbetrieb des Hövelhofer Schwimmvereins buchstäblich auf dem Trockenen. Nun hat die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstands und des Trainerteams eine vorübergehende Aussetzung aller offiziellen Vereinsaktivitäten beschlossen.

Dienstag, 03.11.2020, 05:00 Uhr
Symbolfoto Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet ist das Sennebad an der Staumühler Straße nicht nur marode, sondern aufgrund einer veralteten Lüftungsanlage inzwischen komplett geschlossen. Wann beziehungsweise ob es irgendwann wiedereröffnet werden kann oder ob Hövelhof bis zu einem möglichen Neubau ohne Hallenbad auskommen muss, ist offen. Dem Hövelhofer Schwimmverein bleibt nun nichts anderes übrig, als seinen Betrieb ruhen zu lassen.

„Das bedeutet auf keinen Fall das Ende des Vereins“

„Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht und sie bedeutet auf keinen Fall das Ende des Vereins“, betont Frank Hunke, Vorsitzender des Schwimmvereins. Stattdessen reagiere man auf die ungewisse Zukunftsperspektive des Sennebades. Seit der Schließung des Bades seien die aktiven Vereinsmitglieder zwangsläufig auf „Trockentraining“ umgestiegen, heißt es in einer Pressemitteilung: Mit unterschiedlichen Kraft- und Ausdauertrainings sollten Fitness und Vereinsleben aufrechterhalten werden. „Auf lange Sicht brauchen wir für die Ausübung unseres Hobbys nun aber ein Hallenbad, und das wird es in absehbarer Zeit in Hövelhof wohl nicht geben“, berichtet die Vereinsführung. Auch Versuche, Trainingszeiten in anderen Bädern zu bekommen, seien bislang gescheitert.

Aussetzung der Mitgliedsbeiträge

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten nun 33 der 34 anwesenden Stimmberechtigten für die vorübergehende Einstellung aller Trainingsaktivitäten. Ein Teilnehmer enthielt sich. Teil des Beschlusses ist auch eine Aussetzung der Mitgliedsbeiträge für den betreffenden Zeitraum; die freiwillige Fortsetzung der Beitragszahlungen sei natürlich willkommen. Darüber hinaus wolle man bis zur Wiederaufnahme der Trainings- und Wettkampfaktivitäten den Kontakt zu den Mitgliedern mit regelmäßigen Freizeitaktivitäten beibehalten. „Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen am Beckenrand und hoffen, dass unsere Mitglieder und Freunde dem Verein die Treue halten“, unterstreicht Frank Hunke. Über neue Entwicklungen wird der Schwimmverein auf seiner Website informieren.

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