Neues Konzept erfasst Zustand und Nutzung der Hövelhofer Wirtschaftswege
Politik entscheidet über Sanierung

Hövelhof (WB). Ein Wirtschaftsweg ist nicht nur dazu da, dass Landwirte ihre Ackerflächen erreichen können. Wie Wirtschaftswege genutzt werden und in welcher Form sie daher saniert oder ausgebaut werden sollten, das wollte das Bauamt jetzt von den Hövelhofern wissen. Bei einer Onlinebefragung gab es etliche Rückmeldungen , die Resonanz auf eine abschließende Infoveranstaltung hingegen fiel mager aus.

Dienstag, 27.10.2020, 06:00 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa/Caroline Seidel

Aus den Ergebnissen könne man aber dennoch viele Hinweise ziehen, sagen Carolin Rüther und Dennis Kleewald aus dem Bauamt. Aus der Umfrage, die im September durchgeführt wurde, und einer Kamerabefahrung der Wirtschaftswege in der Sennegemeinde soll jetzt in Zusammenarbeit mit der Firma Ge-Komm aus Melle bei Osnabrück ein Wirtschaftswegekonzept entstehen. Dieses Konzept ist Voraussetzung dafür, bei der Sanierung dieser Straßen künftig an Fördergelder von bis zu 500.000 Euro heranzukommen. Auch die Erstellung des Wirtschaftswegekonzeptes wurde aus dem NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) mitfinanziert.

Wirtschaftswegenetz umfasst 180 Kilometer

Mit Hilfe der Bürgerumfrage werden die Wirtschaftswege jetzt in verschiedene Kategorien eingeteilt. „Insgesamt sprechen wir von etwa 180 Kilometern in Hövelhof und allen Ortsteilen“, sagt Carolin Rüther.

In der Onlineumfrage im September hätten sich die Teilnehmer größtenteils zufrieden mit dem Zustand der Wege gezeigt. Aus 63 Online-Kommentaren könne die Verwaltung aber wichtige Rückschlüsse ziehen, vor allem über die Nutzung der Wege. „Wir können auch nicht bei jedem kleineren Weg wissen, wie er genutzt wird: Sind dort viele Radfahrer unterwegs? Wird der Weg von Autos als Schleichweg genutzt und wenn ja, möchten die Menschen, dass das so bleibt oder eher, dass man die Pkw-Nutzung durch bauliche Maßnahmen eingrenzt“, beschreibt Carolin Rüther, um welche Fragestellungen es beim Wirtschaftswegekonzept geht. Vorrangig soll nämlich die Sanierung so genannter multifunktionaler Wege gefördert werden, also von Wegen, die auf möglichst viele verschiedene Arten genutzt werden. Die Firma Ge-Komm wird nach der Bürgerbeteiligung nun einen Abschlussbericht erstellen, der dann im Bauausschuss und/oder Rat den Lokalpolitikern vorgestellt wird. „Wir werden dazu eine Prioritätenliste erarbeiten, über die die Politik dann entscheidet“, sagt Carolin Rüther.

Umfrage 2021 auch zu den Gemeindestraßen

Im kommenden Jahr soll ein ganz ähnliches Prozedere übrigens auch für die Gemeindestraßen durchgeführt werden. Auch hier hat in diesem Jahr ein Kamerafahrzeug die Straßen abgefahren, eine erste Zustandsbewertung liegt dem Bauamt vor.

Auch für die Gemeindestraßen sollen zusammen mit den Bürgern ein Konzept und eine Prioritätenliste erarbeitet werden. Das Thema Straßenzustand war 2018 nach einem Prüfbericht der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) aufgekommen . Die Gemeindeverwaltung hatte nach der Vorstellung des GPA-Berichtes mitgeteilt, dass 44 von 335 Gemeindestraßen noch nicht endausgebaut seien. Weitere Straßen sind sanierungsbedürftig. Wie die Bürgerbeteiligung aussehen soll, soll im kommenden Jahr vorgestellt werden . Auch hier ist eine Online-Plattform denkbar.

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