Hövelhofer Rat will mehr Zeit für Entscheidung über Gaststätte Zur alten Post
Kneipen-Abriss: Entscheidung vertagt

Hövelhof (WB). Die Entscheidung, ob die Gaststätte Zur alten Post (Möller) an der Allee in Hövelhof abgerissen wird, um die Schlossachse freizulegen und den Schlossgarten zu vergrößern , ist am Donnerstagabend vertagt worden. Die CDU beantragte, das Thema an den neuen Rat, der sich am 5. November, konstituiert, zu übergeben.

Donnerstag, 22.10.2020, 20:52 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 20:54 Uhr
Ob die Gaststätte Zur alten Post abgerissen wird, ist noch nicht entschieden. Der Gemeinderat hat eine Abstimmung vertagt. Foto: Meike Oblau

Wie berichtet hatte die Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, das Gebäude samt Grundstück zu kaufen und die Gaststätte samt Anbau abzureißen . Ziel sollte sein, das Fürstbischöfliche Jagdschloss und den Schlossgarten vor allem von Süden aus, also aus Richtung Paderborner Straße, sichtbarer zu machen.

„Ein sensibler Ort“

In der Ratssitzung wurde deutlich, dass sich bei allen Fraktionen im Vorfeld Bürger gemeldet hatten, die diese Planungen kritisch sehen . „Die Idee des Abrisses ist ein erster Aufschlag, der jetzt in Ruhe bewertet werden muss. Wir wollen das sacken lassen“, begründete CDU-Fraktionsvorsitzender Udo Neisens den Antrag zur Geschäftsordnung und die damit verbundene Vertagung des Themas. Es handele sich bei der Gaststätte Zur alten Post um „einen sensiblen Ort“.

„Entscheidung von überragender Tragweite“

Benjamin Joachim von der FDP bat die Verwaltung bei diesem Thema um eine erneute Bürgerbeteiligung: „Das ist für den Hövelhofer Ortskern eine Entscheidung von überragender Tragweite.“ Jörg Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen) verwies darauf, dass bei der Aufstellung des Ortskernkonzepts 2011 unter Beteiligung vieler Hövelhofer geplant gewesen sei, nur den Anbau der Gaststätte abzureißen, das Hauptgebäude aber zu sanieren. „Derzeit ist das Haus sicherlich kein optischer Höhepunkt, aber das kann es ja wieder werden.“

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Entscheidung über die konkreten Planungen für das Areal zu vertagen. Beschlossen wurde hingegen eine Veränderungssperre. „Diese Sperre sorgt dafür, dass wir an dieser Stelle in Ruhe einen Bebauungsplan aufstellen können, der dem Willen der Bürger entspricht“, sagte Bürgermeister Michael Berens (CDU).

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