Steinmetz Michael Diwo setzt den neuen Hövelmarkt-Brunnen in Hövelhof zusammen
Eine runde Sache

Hövelhof (WB). 32 maßangefertigte Steine machen Michael Diwo glücklich: Aus 24 je mehrere hundert Kilo schweren, exakt nach seinen Berechnungen gefrästen Brocken setzt der Paderborner Steinmetz- und Steinbildhauermeister auf dem Hövelmarktplatz den neuen Brunnen vor dem „Einstein“ zusammen – Millimeterarbeit auf sieben Metern Durchmesser. Aus weiteren acht Steinen wird in Kürze auch die Stele für das geplante Glockenspiel neben dem Brunnen entstehen.

Mittwoch, 21.10.2020, 06:00 Uhr
Die ersten Randsteine für den neuen Hövelmarkt-Brunnen haben Steinmetz- und Steinbildhauermeister Michael Diwo und seine Mitarbeiter am Dienstagmorgen gesetzt. Die Steine bestehen aus Eifeler Basaltlava. Foto: Meike Oblau

Am Samstag hat Diwo auf dem schon fertiggestellten Ringfundament des Brunnens bereits aufgemalt, wie die Steine liegen müssen. Die Steine selbst sind durchnummeriert. „Jeder einzelne, der an der richtigen Stelle liegt und exakt passt, sorgt für Glücksgefühle“, ist Michael Diwo voll in seinem Element. Den neuen Brunnen hat der Hövelhofer Bauamtsleiter Andreas Markgraf entworfen, nach seiner Zeichnung sorgte Michael Diwo für die exakte Ausarbeitung und steuerte letztlich die Idee eines zusätzlichen Glockenspiels bei.

Viel Lob für das Ortskernkonzept

Am Montagnachmittag parkt ein großer Lkw aus Mendig (Landkreis Mayen-Koblenz/Rheinland-Pfalz) auf dem Hövelmarktplatz – beladen mit den Randsteinen für die Brunneneinfassung und jenen für die Glockenspiel-Stele. Auf etwa 22 Tonnen Gesamtgewicht schätzt Diwo die Lieferung aus anthrazitfarbener Eifeler Basaltlava. Für das Hövelhofer Ortskernkonzept findet er nur lobende Worte: „Erstmal gefällt es mir generell, dass eine Gemeinde überhaupt so viel Geld in ihren Ortskern investiert. Und zweitens überzeugt mich das gewählte Farbkonzept total: das so genannte sennegelbe Pflaster mit Akzenten in Anthrazit – das ist wirklich schick und bietet einen echten Wiedererkennungswert.“

Basaltlava aus der Eifel statt Granit aus China

Die maßgefertigten Steine für den runden Brunnen und für die Stele sind auf Paletten verpackt und werden ganz vorsichtig und unter den prüfenden Blicken des Steinmetzmeisters am Rande der Baustelle abgeladen. Auch Carolin Rüther und Dennis Kleewald aus dem Hövelhofer Bauamt lassen sich diesen Moment nicht entgehen. Michael Diwo hebt hervor, dass die Hövelhofer (auch nach einigen Hinweisen aus der Bevölkerung) auf heimische Materialien statt wie ursprünglich geplant auf chinesischen Granit setzen: „Dass ein Sägewerk aus der Eifel den Vorzug gegenüber deutlich preiswerteren Lieferanten aus China erhält, erlebe ich leider auch nicht so oft.“

Am Dienstagmittag sind die ersten zehn Randsteine auf dem Ringfundament des neuen Brunnens bereits verlegt. Bestellt wurden sie in zwei verschiedenen Höhen, 20 und 50 Zentimeter. Aus einigen der Steine werden Wasserspeier künftig nach innen spritzen, die Wasserstrahlen symbolisieren die Hövelhofer Ortsteile und treffen in der Mitte auf einen größeren „Blubber“, der für das Ortszentrum steht. Die höheren Randsteine eignen sich auch als Sitzgelegenheit. Vor dem Geschäftshaus, das zur Allee hin steht, werden nicht nur zwei neue Bäume gepflanzt, zwischen den beiden Bäumen wird auch das neue Glockenspiel seinen Platz finden.

Technik steckt in der unterirdischen Brunnenstube

Die vier Meter hohe Stele dafür wird Michael Diwo in den nächsten Tagen zusammensetzen. Sie hat zwei ineinander greifende Halbschalen, oben werden später die Glocken eingehängt. Diese Arbeiten wird die Glocken- und Kunstgießerei Rincker aus dem hessischen Sinn ausführen. Die Technik sowohl für den Brunnen als auch für das Glockenspiel ist wie auch beim Brunnen am Henkenplatz in einer unterirdischen Brunnenstube versteckt . „Hier können für das Glockenspiel verschiedene Melodien programmiert werden und auch die Wasserspeier eingestellt werden“, sagt Dennis Kleewald aus dem Bauamt. Anders als am Henkenplatz ist am Hövelmarkt aber keine farblich wechselnde Beleuchtung des Brunnens vorgesehen.

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