Auch im neuen Regionalplan ist Vergrößerung in Hövelhof nicht vorgesehen
Weiter Nein zur Schierbusch-Erweiterung

Hövelhof (WB). Die Erweiterung des Gewerbegebiets Schierbusch um eine Waldfläche an der Hövelrieger Straße scheint weiterhin Wunschdenken zu bleiben. Die Bezirksregierung Detmold hat jetzt den Entwurf des neuen Regionalplans vorgelegt . „Auch im Entwurf des neuen Regionalplans ist eine Erweiterung des Gewerbegebietes Schierbusch nicht vorgesehen “, hieß es auf Anfrage dieser Zeitung aus der Pressestelle der Bezirksregierung.

Freitag, 09.10.2020, 11:52 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 12:04 Uhr
Die Firma Hedenkamp würde seit Jahren gerne auf der ihrem Unternehmenssitz gegenüberliegenden Straßenseite erweitern – dort befindet sich aber ein Waldgebiet. Foto: Meike Oblau

Bürgermeister Michael Berens (CDU) hatte vor rund einem Jahr sowohl in seiner Nominierungsrede vor CDU-Vertretern als auch in einem Interview mit dem WB Hoffnungen auf die Schierbusch-Erweiterung gemacht, auf die vor allem die Firma Hedenkamp setzt. Berens hatte im Oktober 2019 von „guten Gesprächen auf ministerieller Ebene und mit den Beteiligten in Detmold“ berichtet. „Wir haben Hoffnung auf eine großzügige Auslegung des Landesentwicklungsplanes“, so Berens damals, er „ widerspreche ausdrücklich der Darstellung, dass die Bemühungen für das Gebiet Schierbusch gescheitert seien. “ Man spreche inzwischen nur noch von einer Teilfläche des Waldgebietes und suche einen Kompromiss.

Alternative ist der Gewerbepark Senne

Doch auch im aktuellen Entwurf des Regionalplanes ist von einer Schierbusch-Erweiterung keine Rede. Erneut verweist die Bezirksregierung darauf, dass es für Hövelhof künftig genügend Möglichkeiten der industriellen Weiterentwicklung im interkommunalen Gewerbegebiet in Stukenbrock-Senne gebe. Am „Gewerbepark Senne“ sind die Kommunen Schloß Holte-Stukenbrock, Hövelhof und Augustdorf beteiligt.

Öffentlichkeit kann zum Regionalplan Stellung nehmen

Der so genannte Regionalplan OWL soll Antworten auf die Fragen geben, wie sich Ostwestfalen-Lippe entwickeln wird und welchen Spielraum Wirtschaft, Umwelt oder Siedlungen in den kommenden 20 Jahren erhalten werden. Er definiert zum Beispiel, welche Flächen die heimischen Städte und Gemeinden für Wohn-, Gewerbe oder Industrie vorrangig nutzen dürfen. Der Entwurf des neuen Regionalplans wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Vom 1. November an gibt es ein Beteiligungsverfahren, so dass die Öffentlichkeit zum Planentwurf Stellung nehmen kann.

Das Beteiligungsverfahren dauert fünf Monate, alle Bürger sowie die Städte und Gemeinden, die in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen wie Fachbehörden, aber auch Kammern und Nichtregierungsorganisationen in der Region können bis zum 31. März 2021 Stellungnahmen abgeben. Das Beteiligungsverfahren wird online bereitgestellt. Dort besteht die Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Adresse ist www.bezreg-detmold.nrw.de, Logo „Regionalplan OWL“.

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