Grüne sehen Nachholbedarf und rufen zur Teilnahme an ADFC-Umfrage auf
Wie fahrradfreundlich ist Hövelhof?

Hövelhof (WB/mobl). Die Hövelhofer Grünen haben das Thema Radfahren in der Sennegemeinde auch in der neuen Legislaturperiode auf der Agenda. Alexander Löhr, neu gewähltes Ratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen, möchte daher jetzt auf den Fahrradklimatest 2020 des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) aufmerksam machen.

Dienstag, 29.09.2020, 06:00 Uhr
Die Hövelhofer Grünen wollen die Situation von Radfahrern in der Sennegemeinde verbessern und das in der neuen Legislaturperiode zu einem ihrer Schwerpunkte machen. In einem ersten Schritt rufen sie jetzt dazu auf, sich an der Umfrage zum ADFC-Fahrradklimatest zu beteiligen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Es handelt sich um eine Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte. Die Ergebnisse sollen Politik und Verwaltung wichtige Hinweise zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur liefern, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Das Bundesministerium für Verkehr fördert den ADFC-Fahrradklima-Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020. Ausgewertet werden aber nur Kommunen, aus denen sich mindestens 50 Teilnehmer an der Umfrage beteiligt haben. „Es wäre schön, wenn sich auch in Hövelhof die erforderliche Anzahl an Personen findet“, sagt Alexander Löhr. Die Umfrage findet noch bis zum 30. November im Internet unter https://fahrradklima-test.adfc.de statt.

Wo fühlen sich Radfahrer unsicher?

Alexander Löhr sagt: „Die Anzahl der Radfahrer hat sich in der Zeit von Corona stark erhöht und wird auch in Zukunft weiter steigen. Uns interessiert es daher sehr, wie fahrradfreundlich Hövelhof ist. Wo macht es Spaß zu fahren? Wo bedeutet es Stress? Was muss verbessert werden? An welchen Stellen fühlen sich ältere Personen unsicher oder lassen Eltern ihre Kinder nicht fahren?“

Löhr: „Eigentlich geht es immer nur um den Emsradweg“

In Hövelhof sehe er beim Thema Radfahren deutlichen Nachholbedarf, schildert Löhr im Gespräch mit dem WV. „In der Öffentlichkeit geht es beim Radfahren in unserer Gemeinde eigentlich fast immer nur um die touristische Vermarktung des Emsradweges. Das ist sicher auch wichtig, aber eine Kommune, die so sehr mit dem Radfahren wirbt, sollte auch vor Ort etwas tun und die kommunalen Radwege in einem guten Zustand halten“, sagt Löhr. Möglicherweise liege es aber auch an der Überlastung des Bauamtes, dass hier wenig passiere, vermutet der Politiker der Grünen.

Wunsch nach Online-Plattform wie in Borchen

In der neuen Legislaturperiode wolle er jedenfalls einen Schwerpunkt auf dieses Thema legen. Löhr verweist dazu auf eine Aktion der Grünen in Borchen. Dort hatte die Partei die „Aktion Radalarm“ gestartet und für die Bürger eine Online-Plattform ins Leben gerufen, auf der die Borchener anonym Hinweise zu Radwegen in allen Ortsteilen geben konnten. Jeder konnte dort per Klick auf die exakte Stelle einer Straßenkarte seinen Problemort markieren und Hinweise geben.

„Ein solches Portal könnte ich mir auch für Hövelhof sehr gut vorstellen“, sagt Alexander Löhr. Erste Kontakte habe er nach Borchen diesbezüglich bereits geknüpft.

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