Neue Energiezentrale für ehemalige JVA-Siedlung in Staumühle
Kohlekessel haben ausgedient

Hövelhof (WB). 90 Reihenhäuser und die Justizvollzugsanstalt (JVA) Staumühle werden bald über eine neue Energiezentrale versorgt. Der Energieservice Westfalen Weser (ESW) baut das Wärmeversorgungssystem für die bestehenden Gebäude neu auf. Jetzt konnte Richtfest gefeiert werden. Nach Unternehmensangaben werden die Eigentümer dadurch nicht nur Geld einsparen, die Versorgung wird auch wesentlich umweltschonender sein.

Mittwoch, 02.09.2020, 05:00 Uhr
Richtfest an der neuen Energiezentrale in Staumühle (von links): Rolf Schulte (Objektmanager Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW), Markus Schulz (ESW), Bürgermeister Michael Berens, Ekhard Schumann (Verwalter der Wohnsiedlung) und Dr. Andreas Brors (Geschäftsführer ESW).

Die sogenannte JVA-Siedlung Staumühle mit mehr als 100 Häusern, die einst für Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Hövelhof gebaut worden waren, stand bis vor drei Jahren im Eigentum des landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB). Ein Investor kaufte die Siedlung schließlich.

Gemeinde Hövelhof baut parallel neue Wasserleitung

Zu den Sanierungsarbeiten gehörte es nun, eine autarke Energieversorgung der Siedlung sicherzustellen, die zum Beispiel noch ans Heizkraftwerk der JVA angeschlossen war. Westfalen-Weser verlegte zur Versorgung der Siedlung eigens eine neue Gasleitung. Von einer baulichen Kooperation profitierte dabei auch die Gemeinde Hövelhof, die auf derselben Trasse auch eine neue Wasserleitung verlegte . Die Hauptversorgungsleitung, die Hövelhof mit dem Paderborner Wasserwerk verbindet, verläuft nämlich auch hier und war als 60 Jahre alt. Die neue Wasserleitung ist in der vergangenen Woche in Betrieb genommen worden.

Die Arbeiten an der Wärmeversorgung der früheren JVA-Siedlung waren nach Angaben des Energieservices Westfalen Weser ebenfalls dringend nötig. Die bisherige Wärmeversorgungsanlage stammte aus dem Jahr 1985. Die neue Heizzentrale wird in Holzrahmenbauweise realisiert.

„Umstieg auf Erdgas ist Entlastung für die Umwelt“

Für die Strom- und Wärmeerzeugung sind ein Blockheizkraftwerk und zwei Gasspitzenlastkessel eingebaut worden. Bisher wurde das Wärmenetz mit einem Kohlekessel mit einer Gesamtleistung von 3000 kW versorgt. „Der Umstieg auf Erdgas bedeutet vor allem eine deutliche Entlastung für die Umwelt. Wir vermeiden in Zukunft jährlich rund 2500 Tonnen CO2-Ausstoß gegenüber dem heutigen Stand“, freute sich auch Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens (CDU) auf dem Richtfest. Die Investitionen betragen rund 2,1 Millionen Euro.

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