Michael Berens hofft bei der Wahl auf Rückenwind aus der Hövelhofer Bevölkerung
„Viele Projekte erfolgreich gestemmt“

Hövelhof (WB). Seit 2004 ist Michael Berens (CDU) Bürgermeister in Hövelhof. Wenn es nach ihm ginge, soll das auch nach der Kommunalwahl am 13. September so bleiben – der Amtsinhaber tritt erneut an und hat sich im Vorfeld den Fragen von Redakteurin Meike Oblau gestellt.

Dienstag, 01.09.2020, 06:00 Uhr
Bürgermeister Michael Berens am im vergangenen Jahr neu gestalteten Henkenplatz im Hövelhofer Ortszentrum. Foto: Thorsten Hennig

Was hat in der auslaufenden Legislaturperiode gut geklappt?

Berens: Einkaufsstraße, Tourist-Info, Schlossgarten, Bücherei, Henkenplatz, Kirchplatz, Ortsdurchfahrten Hövelriege und Hövelhof, Hövelmarkt, Sennestraße, Krollbachschul-Aula: Wir haben zahlreiche große Projekte erfolgreich gestemmt!

 

Und wo hat es gehakt? Was ist schlecht gelaufen?

Berens: Leider wurden uns die dringend erforderlichen Gewerbegebiete auf unserem Gemeindegebiet seitens der Bezirksregierung nicht zugestanden.

Zur Person

Michael Berens ist 51 Jahre alt und seit 2004 Bürgermeister. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Als Hobbys gibt er seine Musikband Siene Puttkers, sein Engagement im Sennekult und bei den Schützen sowie Tennis an. 2004 löste er seinen Vorgänger Werner Thor (ebenfalls CDU) ab, der nicht wieder antrat. 2009 wurde Berens mit 84,95 Prozent, 2015 mit 80,38 Prozent im Amt bestätigt

...

 

Wie beurteilen Sie die Finanzlage der Gemeinde?

Berens: Hövelhof steht dank starker Gewerbesteuerkraft und sparsamer Haushaltsführung vergleichsweise sehr gut da. Die privaten Haushalte profitieren dank der geringsten Wohnkosten aus Steuern und Gebühren in ganz OWL.

 

„Wir brauchen ein modernes Hallenbad“

Was wünschen Sie sich fürs Hallenbad?

Berens: Das Hallenbad ist ein unverzichtbarer Teil unseres Hövelhofer Lebens, insbesondere für Schulen, Vereine und Badegäste. Wir brauchen ein modernes Hallenbad mit fünf 25-Meter-Schwimmbahnen, einem Lehrschwimmbecken und einem Kleinkinderbecken.

 

Wie soll es im Gewerbepark Senne und mit der Wirtschaft vor Ort in Hövelhof im Idealfall weitergehen?

Berens: Der Gewerbepark Senne wird 2021 an den Start gehen und schnell vermarktet sein. In Hövelhof brauchen wir dringend weitere Gewerbeflächen, damit sich die Bestandsfirmen (zum Beispiel Firma Hedenkamp) am Standort erweitern können.

„Schulsystem hat sich bewährt“

Thema Schule: Am bisherigen System festhalten oder Neues angehen?

Berens: Das Hövelhofer Modell (Realschule und Hauptschule, Anmerkung der Redaktion) hat sich bewährt und erfährt eine stark steigende Nachfrage. Die Schulen schaffen eine sehr individuelle Förderung in kleinen Systemen, kooperieren eng mit der Wirtschaft und sind digital bestens aufgestellt.

Welche Bereiche müssten im Zuge eines möglichen neuen Ortskernkonzeptes noch „angepackt“ werden?

Berens: Bei der Fortschreibung des Ortskernkonzeptes wird sicher die östliche Allee, der nördliche Hövelmarkt bis hin zum Rathaus, die Bahnhofstraße und die Wichmannallee in den Fokus rücken. Denkbar ist auch, den Bereich rund um das neue Schwimmbad und die Sporthallen in das Sanierungsgebiet aufzunehmen, um dadurch weitere Zuschüsse zu generieren.

„Grabenkämpfe gehören nicht in den Ratssaal“

Was erwarten Sie im politischen Miteinander in Hövelhof? Wie sollte es sein, was geht gar nicht?

Berens: Im Vordergrund muss das Ringen um die besten Lösungen für unseren Heimatort Hövelhof stehen. Persönliche Angriffe und ideologische Grabenkämpfe gehören nicht in einen kommunalen Ratssaal.

Was sollte in der neuen Legislaturperiode am dringendsten umgesetzt werden?

Berens: Es stehen die bedeutsamen Großbauprojekte „Feuerwehrgerätehaus“ und „Hallenbad“ an. Auch werden wir die Neubaugebiete „Portemeiers Kreuz“, Riege und Espeln an den Start bringen.

„Möchte weiterhin voller Energie für Hövelhof arbeiten“

Was ist das Ziel hinsichtlich des Abschneidens bei der Wahl, sowohl als Bürgermeisterkandidat als auch Ihrer Partei?

Berens: Ich erhoffe mir Rückenwind aus der Bevölkerung für die nächsten fünf Jahre, um gemeinsam mit einer starken CDU auch in Zukunft für unser Hövelhof voller Energie arbeiten zu dürfen.

 

Erstmals treten in Hövelhof gleich zwei Gegenkandidaten gegen Amtsinhaber Michael Berens an: Jörn Achtelik von den Grünen und Benjamin Sandbothe von der FDP. Ein runderneuertes Team geht zudem auch für die SPD an den Start.

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