FDP beantragt Neuausschreibung für Hövelhofer Kirchschule
„Eltern sind mit der OGS nicht zufrieden“

Hövelhof (WB/mobl). Die Hövelhofer FDP hat beantragt, die Trägerschaft der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) an der Kirchschule neu auszuschreiben und den Vertrag mit dem aktuellen Träger, dem Sozialwerk für Bildung und Jugend Olsberg, fristgerecht zum 1. August 2021, also zum Ende des kommenden Schuljahres, zu kündigen. Grund für den Antrag sei, dass viele Eltern mit der Betreuung in der OGS seit dem Trägerwechsel unzufrieden seien, sagt FDP-Fraktionsvorsitzender André Klocksin.

Mittwoch, 10.06.2020, 11:00 Uhr
An der Kirchschule in Hövelhof gibt es bereits seit 2005 das Angebot der „Offenen Ganztagsgrundschule“. Foto: Meike Oblau

Die Kirchschule war die erste Grundschule der Sennegemeinde, die ein OGS-Angebot hatte, die Betreuung startete dort bereits mit dem Schuljahr 2005/2006 mit drei Gruppen. Träger war lange Jahre der Förderverein OGS der Kirchschule Hövelhof. An der Mühlenschule gibt es seit Sommer 2016 ein OGS-Angebot in der Trägerschaft des Sozialwerks. Vor zwei Jahren wurde beschlossen, die Trägerschaft für die Kirchschule neu auszuschreiben, auch hier bekam dann das Sozialwerk den Zuschlag. Auch der Förderverein OGS hatte sich seinerzeit erneut beworben und wollte seine Arbeit weiterführen.

„Trägerwechsel hat sich als nicht erfolgreich erwiesen“

„Der Trägerwechsel an der OGS der Kirchschule hat sich aus unserer Sicht als nicht erfolgreich erwiesen und das gewünschte Ergebnis tritt nicht ein“, schreibt FDP-Fraktionsvorsitzender André Klocksin nach zahlreichen Elterngesprächen in einem Antrag. „Das geht zu Lasten der Kinder, die diese OGS besuchen, und der Elternschaft, die aus unserer Sicht mit der Betreuung unzufrieden sind.“

Ehemalige Mitarbeiter klagten vor dem Arbeitsgericht

Klocksin hatte nach eigenen Angaben Akteneinsicht beantragt und das Vergabeverfahren nachverfolgt. Das Sozialwerk habe damals angeboten, frühere Mitarbeiter weiterzubeschäftigen: „Es wurden aber kaum Mitarbeiter übernommen. Die ehemaligen Mitarbeiter haben mehrfach erfolgreich Kündigungsschutzklagen gegen den neuen Träger bestritten“, schreibt Klocksin. Zudem kritisiert er, dass im Vergabeverfahren das pädagogische Konzept der Bewerber durch die Leiterin der Kirchschule und nicht von einer externen fachkundigen Stelle beurteilt worden sei. Möglicherweise liege hier ein Interessenskonflikt vor, wenn die Rektorin durch ihre Bewertung Einfluss auf die Vergabe nehmen könne. Die FDP geht davon aus, dass ihr Antrag im Ausschuss für Bildung und Jugend am 16. Juni diskutiert wird.

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