Anwohner kehren in Häuser zurück – zwischenzeitlich bestand in Hövelhof Explosionsgefahr
Gasleck gefunden und geschlossen

Hövelhof (WB/mba/al). Nachdem am frühen Montagabend in einem Wohngebiet in Hövelhof Gas ausge­treten war, ist das Leck am späten Abend, nach dreieinhalb Stunden, gefunden worden. Nach Angaben der Feuerwehr bestand zwischenzeitlich Explosionsgefahr. Die Stelle zur Leitung wurde aufgebaggert und das Leck geschlossen.

Montag, 25.05.2020, 21:40 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 13:04 Uhr
An der Ecke Grüner Weg/Distelweg ist am Montagabend ein Gasleck festgestellt worden. Das blaue Fahrzeug ist ein Spezial-Spülfahrzeug, das die Gasleitung freilegen soll. Foto: Axel Langer

Wie die Feuerwehr Hövelhof auf Facebook mitteilt, wurde das Gasleck um kurz vor 22 Uhr gefunden. Mit einem Spezial-Spülfahrzeug wurde die Gasleitung freigelegt und das Leck geschlossen. Alle betroffenen Anwohner, die ihre Häuser wegen der Explosionsgefahr verlassen mussten, konnten zurückkehren. Die Feuerwehr bedankt sich bei allen Bürgern „für das Verständnis und die gute Zusammenarbeit“.

Wie berichtet, war der örtliche Gasnetzbetreiber am frühen Abend über ein Gasleck an der Ecke Grüner Weg/Distelweg informiert worden. Die Mitarbeiter fanden aber nichts, obwohl das Gas vor Ort deutlich zu riechen gewesen sein soll. Es sollen auch Zischgeräusche vernommen worden sein.

Die Anwohner wurden mit Hilfe von Warn-Apps und Sirenenalarm gewarnt und aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Suche nach dem Leck gestaltete sich zunächst schwierig.

Um 18.12 Uhr wurde daraufhin die ­Hövelhofer Feuerwehr alarmiert. Auch die ABC-Erkunder mit Messfahrzeugen der Delbrücker Feuerwehr wurden angefordert. Durch die Messungen konnte das Gasleck zwar besser eingegrenzt, aber weiterhin zunächst nicht gefunden werden.

Die Ursache für den Gasaustritt könnten Tiefbauarbeiten zur Verlegung von Glasfaser­kabeln mit einem sogenannten Horizontalbohrer gewesen sein.

Zu- und Ausfahrt des Gebietes nördlich der Delbrücker Straße an der Grenze zu Ostenland wurden abgesperrt. 13 Anwohner aus fünf Häusern wurden evakuiert. Sie kamen zunächst bei Freunden und Verwandten unter. Die Einsatzgruppen des DRK aus Delbrück und Hövelhof waren vor Ort, um Anwohner und Feuerwehrleute zu betreuen und versorgen. Knapp 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

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