Bezirksregierung fordert Nachbesserungen von Reme und Rennerich in Hövelhof Brücke muss kleiner ausfallen

Hövelhof (WB). Bereits vor zwei Jahren hatten die beiden Hövelhofer Unternehmen Reme und Rennerich Planungen vorgestellt , um die beiden Firmensitze mittels einer Transportbrücke über den Hallerbach zu verbinden. Die Bezirksregierung hat jetzt ihr Okay gegeben – allerdings erst, nachdem die Dimensionen der geplanten Brücke und Hallen nochmals deutlich verkleinert wurden.

Von Meike Oblau
So könnte die gegenüber der ursprünglichen Planung verkleinerte Brücke aussehen, die die beiden Unternehmen verbinden soll.
So könnte die gegenüber der ursprünglichen Planung verkleinerte Brücke aussehen, die die beiden Unternehmen verbinden soll.

Im Juni 2018 waren die Pläne im Bau- und Umweltausschuss vorgestellt worden: Links und rechts des Hallerbaches sollen zwei Hallen entstehen, die durch eine geschlossene Brücke über den Hallerbach miteinander verbunden werden sollen. Grund, so hieß es damals, sei ein zu erwartender Großauftrag, den Reme und Rennerich gemeinsam abwickeln wollen. Geschäftsführer beider Unternehmen ist Jürgen Meier, bei Reme arbeitet zusätzlich sein Vater Bruno mit in der Firmenleitung. 220 Mitarbeiter produzieren bei Reme unter anderem Schienen und Seitenführungen für Schubkästen . Einer der größten Kunden ist Ikea. Bei Rennerich (70 Mitarbeiter) werden zum Beispiel Griffleisten für Schiebeschranktüren und Kleiderstangen hergestellt.

Gemeinsames Produkt ohne Umwege herstellen

Um ein neu entwickeltes Produkt im wahrsten Sinne des Wortes ohne Umwege produzieren zu können, sollen die beiden Unternehmen im Hövelhofer Industriegebiet Nord (Otto-Hahn- bzw. Heinz-Sallads-Straße) mit einer Brücke verbunden werden.

Bei der Vorstellung der Planung 2018 hatte es geheißen , die Hallerbachaue müsse zwischen den geplanten neuen Hallen auf einer Mindestbreite von 20 Metern erhalten bleiben und die Brücke „auf das unbedingt erforderliche Maß begrenzt“ werden.

Bezirksregierung: „Heftiger Eingriff in die Natur“

Bauamtsleiter Andreas Markgraf hatte damals gesagt, die Bezirksregierung habe das Vorhaben in Vorgesprächen als „heftigen Eingriff in die Natur“ bezeichnet. Nun hat die Bezirksregierung auf Nachbesserungen bestanden. „Im Rahmen der Anfrage zur landesplanerischen Anpassung wurde sowohl das Brückenbauwerk in der ursprünglich geplanten Größe wie auch die Fläche für die bauliche Erweiterung kritisiert“, heißt es aus dem Bauamt. Detmold habe „erhebliche regionalplanerische Bedenken“ gehabt.

Breite der Brücke von 20 auf 10 Meter verkleinert

In der Folge wurde die Brücke von 20 auf 10 Meter Breite verkleinert und soll nicht mehr sechs, sondern nur noch fünf Meter hoch werden. Auch die geplanten neuen Hallen wurden zugunsten der Hallerbachaue „in ihrem Umfang deutlich verringert und auf ein Mindestmaß beschränkt“, so das Bauamt. Daraufhin erteilte die Bezirksregierung im April die landesplanerische Zustimmung. Die neuen Pläne werden am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss nochmals besprochen, bevor sie dann erneut im Bauamt öffentlich ausgelegt werden.

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