258 Einsätze für die Hövelhofer Feuerwehr im vergangenen Jahr
Warum Retter heiß begehrt sind

Hövelhof (WB). Warum Singles am Valentinstag im Hövelhofer Feuerwehrgerätehaus genau richtig waren, wusste auf der Jahreshauptversammlung der Sennewehr am Freitagabend der stellvertretende Landrat Vinzenz Heggen zu berichten: „Feuerwehrleute genießen nicht nur gesamtgesellschaftlich ein sehr hohes Ansehen, ich habe mir sagen lassen, dass sie auch in Dating-Portalen sehr gefragt sind...“

Dienstag, 18.02.2020, 09:49 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 11:30 Uhr
Sie wurden befördert (hinten von links): Luca Brune, Fabian Sander, Justus Schneider, Pia Schiermeyer, Tobias Wiethoff, Leon Göke und Erik Schiermeyer sowie (vorne von links) Cederic Horenkamp, Simon Spieker, Lia Tegethoff, Ann-Kathrin Renneke und Hanna Tegethoff. Foto: Meike Oblau

Schriftführer Sebastian Lienen, der künftig, wie bereits berichtet, die Leitung der Hövelhofer Feuerwehr zusammen mit Max Rempe und Patrick Falkenrich übernehmen wird , hatte zwar sämtliche Zahlen des Jahres 2019 für die Versammlung zusammengefasst – die Statistik über Singles in der Feuerwehr und die im vergangenen Jahr erfolgreich angebahnten Beziehungen aber blieb er schuldig.

2019 war ein arbeitsintensives Jahr

Es stellt sich ohnehin die Frage, ob Feuerwehrleute für Amor & Co im abgelaufenen Jahr Zeit gefunden hätten, denn: 2019 war ein arbeitsintensives Jahr für die aktuell 114 aktiven Mitglieder der Sennewehr sowie die Fachberater Medizin, Sport und Wald und Forst sowie die Notfallseelsorger und Notfallbetreuer. 258 Einsätze hatten sie zu meistern. „Das begann am 1. Januar mit einer Ölspur auf der A33 und endete am 31. Dezember mit einer etwas größeren, 5,7 Kilometer langen Ölspur durch das gesamte Gemeindegebiet“, fasste Sebastian Lienen zusammen.

Bürgermeister Michael Berens (Zweiter von links), Kreisbrandmeister Elmar Keuter (Siebter von links) und der stellvertretende Landrat Vinzenz Heggen (Zweiter von rechts) gratulierten (von links) Christian Ramsel, Sebastian Lienen, Patrick Falkenrich, Konstantin Grotebrune, Frank Desel, Edmund Hahn, Marco Berens, Karl-Heinz Poll, Marcel Renneke und Hans-Georg Vonderheide.

Bürgermeister Michael Berens (Zweiter von links), Kreisbrandmeister Elmar Keuter (Siebter von links) und der stellvertretende Landrat Vinzenz Heggen (Zweiter von rechts) gratulierten (von links) Christian Ramsel, Sebastian Lienen, Patrick Falkenrich, Konstantin Grotebrune, Frank Desel, Edmund Hahn, Marco Berens, Karl-Heinz Poll, Marcel Renneke und Hans-Georg Vonderheide. Foto: Oblau

74 Mal lautete das Einsatzstichwort „Menschen in Notlage“. 134 Personen wurden gerettet oder betreut, dreimal kam die Hilfe der Retter leider zu spät. 34 Mal rückte die Sennewehr zur überörtlichen Hilfeleistung in Nachbargemeinden aus, 18 Mal auf die Autobahn. Die so genannten First Res­ponder waren 46 Mal im Einsatz, die Notfallseelsorger sieben Mal. Hinzu kamen 24 Brandschutzschulungen sowie Brandschutz-, Absperr- und Sicherheitsdienste bei Großveranstaltungen, zum Beispiel beim Nena-Konzert am Schützen- und Bürgerhaus.

Einsätze von tragisch bis kurios

Die Einsätze boten die gesamte Bandbreite von tragisch bis kurios. So erinnerte Sebastian Lienen an zwei tödliche Unfälle im Februar und März auf der Klausheider Straße in Sande sowie auf der A33. Gelegentlich ging es aber auch im wahrsten Sinne des Wortes tierisch zu. So rettete die Feuerwehr am Salvatorkolleg ein kleines Kätzchen aus einem Regenrohr und am Küsterkamp wenige Tage alte Storchenküken. Ganz in der Nähe des Gerätehauses zogen sie zudem im März ein Auto aus dem Schaufenster des Dänischen Bettenlagers – der Fahrer wurde bei dem Unfall zum Glück nur leicht verletzt. Auch Glätteunfälle, ein Orkantief mit 20 Einsatzstellen im März, ein Brand in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz Apelhof oder eine Bombenentschärfung in Paderborn forderten die Retter. Die Feuerwehrdrohne kam 15 Mal zum Einsatz, unter anderem bei einem Unfall auf der Detmolder Straße, bei dem der schwer verletzte Autofahrer vom Unfallort geflüchtet war und mit Hilfe der Drohne gefunden werden konnte. Um künftig ein noch schnelleres Ausrücken der derzeit am Schierbusch stationierten Drohne garantieren zu können, plant der Förderverein, bei der Finanzierung eines Gebrauchtwagens zu helfen, in dem die Drohne dann stets einsatzbereit ist.

Angeschafft wurden im abgelaufenen Jahr unter anderem neue Helme und Handschuhe für alle Kräfte, eine Sichtschutzwand gegen Schaulustige sowie neue Rollcontainer. Zudem wurde in Riege eine neue Sirene installiert.

Generationswechsel steht an

Nach Ostern wird in der Hövelhofer Feuerwehr, wie bereits berichtet, ein Generationswechsel vollzogen. Am Samstag, 18. April, wird die bisherige Wehrführung, bestehend aus Peter und Michael Kesselmeier sowie Lothar Marxcord im Schlossgarten verabschiedet. Gleichzeitig werden ihre Nachfolger Max Rempe, Sebastian Lienen und Patrick Falkenrich ins Amt eingeführt. Außerdem soll an diesem Tag auf das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) gesegnet werden. Zudem soll nach Auskunft von Bürgermeister Michael Berens auch ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) bestellt werden, das dann vermutlich bis Ende 2021 geliefert wird. Ob die Sennewehr außerdem auch noch an einer Dating-App arbeitet, ist nicht überliefert. Vielleicht weiß aber stellvertretender Landrat Vinzenz Heggen da mehr...

Beförderungen

Feuerwehrmann/-frau: Cederic Horenkamp, Ann-Kathrin Renneke, Tobias Wiethoff, Luca Brune sowie Lia und Hanna Tegethoff.

Oberfeuerwehrmann/-frau: Pia Schiermeyer, Fabian Sander, Justus Schneider.

Hauptfeuerwehrfrau: Madeleine Wiesing.

Unterbrandmeister: Erik Schiermeyer, Leon Göke, Simon Spieker.

Oberbrandmeister: Konstantin Grotebrune.

Hauptbrandmeister: Marco Berens.

Brandinspektor: Patrick Falkenrich.

Gemeindebrandinspektor: Sebastian Lienen.

Ehrungen

Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold (35-jährige Mitgliedschaft): Frank Desel.

VDF-Ehrennadel in Gold (50-jährige Mitgliedschaft): Karl-Heinz Poll, Hans-Georg Vonderheide.

VDF-Ehrennadel in Gold (70-jährige Mitgliedschaft): Edmund Hahn.

Ernennungen

Gerätewart: Leon Göke.

Schriftführer: Christian Ramsel, Marcel Renneke.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7270313?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851066%2F
In 50 Jahren elf Millionen Besucher begeistert
Viele Eltern haben einen überdachten Spielplatz vermisst. Im Spätsommer soll aus der ehemaligen Ausstellungsscheune (2.v.l.) ein Indoor-Spielplatz für Kinder werden, bei dem unter anderem ein Heuwagen zum Spielen und Klettern einlädt.
Nachrichten-Ticker