Hövelrieger Martin Bretschneider ist als Rechtsmediziner in neuer ZDF-Serie zu sehen Jetzt fließt Blut!

Hövelriege (WB). Es wird kriminell! Der Hövelrieger Schauspieler Martin Bretschneider ist von diesem Mittwoch an als Rechtsmediziner Dr. Claas Steinebach in der neuen ZDF-Serie „Blutige Anfänger“ zu sehen. Über die Rolle und die Dreharbeiten in Halle/Saale und Berlin hat Martin Bretschneider mit Redakteurin Meike Oblau gesprochen.

Eine Szene aus „Blutige Anfänger“: Dr. Claas Steinebach (Martin Bretschneider, links) gibt Lorenzo (Salvatore Greco, Mitte), Kilian (François Goeske, 2. von rechts) und Ann-Christin (Jane Chirwa) seine Einschätzung zum Opfer (Nico Ehl).
Eine Szene aus „Blutige Anfänger“: Dr. Claas Steinebach (Martin Bretschneider, links) gibt Lorenzo (Salvatore Greco, Mitte), Kilian (François Goeske, 2. von rechts) und Ann-Christin (Jane Chirwa) seine Einschätzung zum Opfer (Nico Ehl). Foto: ZDF/Conny Klein

Herr Bretschneider, wie haben Sie sich auf die Rolle als Rechtsmediziner vorbereitet?

Martin Bretschneider: Ich bin tatsächlich hier in meiner Wahlheimat Berlin in der Charité gewesen und habe mich über das Berufsbild informiert. Michael Tsokos, der das Institut für Rechtsmedizin der Charité leitet, ist ja sehr interessiert an der fiktionalen Darstellung seines Berufes. Er hat mehrere Romane geschrieben und beratend bei dem Kinofilm „Abgeschnitten” mitgewirkt, in dem Moritz Bleibtreu einen Rechtsmediziner spielt. Ich habe dort keine Leichen gesehen, das war mir ehrlich gesagt auch ganz recht. In der Serie bin ich in meiner Rolle auch nie am Obduktionstisch zu sehen, sondern entweder bei den Besprechungen der Mordkommission oder am Tatort. Mir wurde an lebenden Menschen erklärt, welche Griffe Rechtsmediziner bei der Erstuntersuchung einer Leiche anwenden, zum Beispiel wie man die Leichenstarre prüft oder, dass rechtsmedizinisch immer gecheckt wird, ob sich bei einem Toten Spuren unter den Fingernägeln verstecken.

Dr. Claas Steinebach (Martin Bretschneider, links) bringt Michael Kelting (Werner Daehn) die Ergebnisse seiner Ermittlungen in einem Mordfall. Foto: ZDF/Conny Klein

Wie würden Sie die Figur des Dr. Claas Steinebach beschreiben?

Bretschneider: Er ist sehr akkurat, höflich, gebildet und eloquent. Er trägt immer elegante Kleidung, er findet, das sei er den Toten schuldig. Im Laufe der Folgen wird klar, dass er mit einem männlichen Kollegen liiert ist. Dr. Steinebach ist bei seinen Kollegen sehr beliebt. Es ist eine kleine, feine, durchgehende Rolle. Hauptsächlich geht es natürlich um die Polizeischüler, sie stehen im Fokus der Folgen. Aber wie in vielen Krimis ist auch bei uns der Gerichtsmediziner ein interessanter Nebencharakter. Das Thema fasziniert die Zuschauer irgendwie.

Während der Dreharbeiten ist also sicherlich viel Kunstblut geflossen?

Bretschneider: Ja. Aber das bin ich auch aus Theaterproduktionen schon gewohnt. In jeder Folge gibt es einen Mord und es gibt auch einen durchgehenden Fall, der sich durch alle Folgen zieht: In der ersten Folge, die vergangenen Mittwoch bereits ausgestrahlt wurde und in der ich noch nicht zu sehen war, wurde der Leiter der Polizeischule, dargestellt von Gedeon Burkhard, ermordet. Und das Witzigste beim Einsatz von Kunstblut bei Dreharbeiten ist ja, wenn man die „blutüberströmten” Kollegen dann mittags lachend in der Kantine sitzen sieht...

„Blutige Anfänger“

Praxissemester an der Polizeifachhochschule Halle an der Saale: Endlich raus aus den Seminarräumen und rein ins echte Leben – was das für die Studenten bedeutet, erzählt das ZDF zwölf Folgen lang mittwochs um 19.25 Uhr in der neuen Krimiserie „Blutige Anfänger“. In der ZDF-Mediathek sind alle Folgen bereits jetzt für drei Monate abrufbar.

Wie wichtig sind Einschaltquoten und Zuschauerresonanz?

Bretschneider: Es waren vergangenen Mittwoch fast 3,5 Millionen, das ist super! Das freut mich natürlich, denn ich würde die Rolle des Dr. Claas Steinebach gerne weiterspielen und mich freuen, wenn das ZDF eine zweite Staffel produziert. Und nächsten Mittwoch kommen ja noch Zuschauer aus OWL dazu, wenn Dr. Steinebach auf den Plan tritt.....

Im vergangenen Jahr haben Sie auch für die ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ gedreht und als „Werther“ in Berlin auf der Theaterbühne gestanden. Wie geht es dieses Jahr beruflich weiter?

Bretschneider: Ich will unbedingt in Berlin weiter Theater spielen, ich habe gemerkt, wie sehr mir das fehlt. Aber auch für mögliche weitere Fernsehrollen laufen verschiedene Castings, zum Beispiel für einen ARD-Film und ein neues Serienformat.

Gibt es denn auch noch viel Kontakt in die Heimat, nach Hövelhof und Hövelriege?

Bretschneider: Natürlich. Ich war gerade erst wie eigentlich jedes Jahr zum Senne-Cup dort und versuche auch, die Projekte meines Heimatvereins, dem SJC Hövelriege, weiterhin zu unterstützen. Gerade die Arbeit mit Flüchtlingen liegt mir nach wie vor am Herzen. Außerdem haben wir im vergangenen Sommer mit der Ü40 die Kreismeisterschaften gewonnen und spielen demnächst um den Westfalenpokal.

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